Montag, 23. April 2018

Rechtzeitig in Form: 6. Rang am Gürbetal Duathlon!

Wie wohl der Grossteil der Athleten war ich mir nicht wirklich im klaren, wie es um meine Form stehen würde. Die Vorbereitungswettkämpfe hielten sich in Grenzen und glückten nicht wirklich nach Wunsch (Anm. 10Km SM/ DNF Urban CX Zürich). Zudem plagten mich genau nach dem Urban CX kleinere Blessuren im dümmsten Moment, als es in die spezifische Vorbereitung für die Duathlons ging. Irgendwie schaffte ich dann trotzdem noch die Kurve und konnte einige gute Einheiten im Hinblick auf den Saisonauftakt absolvieren. Aber was war meine Vorbereitung wirklich wert? Das Format mit dem Zeitfahren gefolgt vom Lauf mit Jagdstart am Gürbetalduathlon sollte es schonungslos offenbaren. 

Der Duathlonsport erlebte in den vergangenen 3 Jahren einen Aufschwung und schien nun wieder etwas zurückstecken zu müssen. Die Anzahl gemeldeten Starter zeigten jedoch ein anderes Bild. Zusätzlich war das Feld mit Köhler (Seriensieger, Europameister, Vizeweltmeister), Moser (He is back! Vize Weltmeister), Haller, Hürzeler (Pro-Triathleten), Krebs (Gigathlon Sieger), Ackermann (Multisportler) und diversen Duathlon Nationalkader Athleten  sehr gut besetzt. 

Zeitfahren:
Obwohl ich bereits im vergangenen Jahr eine gute Leistung zeigte, wurde mir die hohe Startnummer 30 zugeteilt. Glücklicherweise war dies kein Nachteil und das überholen auf dem Kurs war problemlos. Obschon ich mich auf den 3 Runden nicht besonders gut fühlte und mir (wie sehr vielen anderen) die Hitze zu schaffen machte, gelang mit ein gutes Zeitfahren. Ich traf die vorgenommene Linie oftmals sehr gut und lieferte konstante Rundenzeiten. Im Nachhinein agierte ich auf der Runde zwei vielleicht ein wenig zu passiv, da mich mein Körpergefühl ein wenig täuschte. Dafür konnte ich auf den letzten Metern nochmals stark finishen und erreichte den 6. Rang der Duathleten mit einem Rückstand von gut 1 Minute auf den überragenden Haller. Die Ausgangslage für ein gutes Resultat war somit gegeben.

Pause:
Für viele vielleicht spannend, wie ich die gut 2 Stunden überbrückte. Ansonsten einfach überlesen ;-)
Ausfahren (ca. 20min.) war natürlich wichtig nach der intensiven Belastung. Zudem ass ich etwas kleines (Biberli) sowie nahm wie gewohnt den Carboloader von Sponser zu mir. Eine halbe Dose Cola durfte auch nicht fehlen. Zudem eine Salztablette um Krämpfe vorzubeugen. Vor dem Lauf gab es dann nochmals ein Gel sowie 5 Minuten einlaufen.

Jagdstart:
Mir war bewusst, dass es schwierig werden würde, nach vorne noch etwas auszurichten und war mir bewusst, dass auch von hinten Gefahr von starken Läufern drohte. Ich startete 4 Sekunden nach Hürzeler und konnte die kleine Lücke nach wenigen Metern schliessen. Ich war überrascht von seiner Pace auf der Fläche und war froh um seinen Windschatten. Obwohl mir das Tempo eigentlich zu hoch schien für die Startphase, zog ich mit ihm mit, mit der Gefahr zu explodieren. Am Berg war ich stärker, er jedoch auf der Fläche. Die Hitze setzte mir wiederrum stark zu und ich war extrem froh, um Wasser vieler Kollegen auf der Strecke, um den Körper herunterzukühlen. In der dritten und letzten Runde war es dann um mich geschehen und ich musste reissen lassen. Innerlich gab ich mich wohl mit der Klassierung bereits zufrieden, da von hinten keine Gefahr mehr drohte. So konnte ich relativ entspannt die letzten Meter zu Ende bringen und mich über den guten 6. Rang im Gesamtklassement freuen. Somit konnte ich das erste Mal in dieser Saison ein Resultat für mich sprechen lassen und musste mich zudem von nur einem Nationalkader Athleten geschlagen geben. 

Weiter geht es am kommenden Wochenende mit der leider letzten Austragung des Rheintalduathlons. Dort wird die Radleistung wohl eine untergeordnete Rolle spielen und ein taktischer Wettkampf erwartet.