Sonntag, 24. März 2019

33.32 über 10 Kilometer

Wer mich verfolgt, der weiss schon längst, dass die 10 Kilometer SM und ich noch keine Freunde wurden. Nach der Schlappe im Vorjahr wollte ich das Kaptiel eigentlich schliessen, da aber dieses Jahr die Austragung in Uster war und viele meiner Kollegen auch starteten, wollte ich mir nochmals eine Chance geben. Von "Tapering" hält mein Coach wenig und so wurde mir in der Vorwoche nicht langweilig. Definitiv besser für meinen Kopf!

Die Bedingungen am Renntag waren ideal, nur die späte (dafür zuschauerfreundliche) Startzeit war wohl für viele ungewohnt. Dafür gab es keinen Fehlstart wie im Vorjaht und pünktlich um 17.15 Uhr wurde das Feld auf die total 5 Runden losgelassen. Die Streckenführung war zwar schnell, leider der Verpflegungsposten nach 200 Meter sowie viele Streckenverengungen suboptimal. Wie viele andere kam ich sehr schlecht weg und stand teilweise fast schon still, da so ein Gedränge herrschte. Schon hier dachte ich mir, dass das heute erneut nix werden würde. Nach gut 3 Kilometer konnte ich endlich meinen eigenen Rhythmus laufen und von Kilometer zu Kilometer zulegen. Somit erreichte ich das Ziel mit einer neuen PB (auf einer vermessenen Strecke) von 33.32 Minuten. Mit etwas mehr Selbstvertrauen und einer besseren Startphase wäre sicher noch mehr dringelegen. Die Leistungsdichte war so heftig, dass die Zeit nicht einmal für die Top 50 reichte. Für einen Langdistanz Duathleten passt die Laufform momentan gut, weiss ich doch, dass mir flache Strecken eher weniger liegen. Erwähnenswert ist auch die super Teamleistung mit vielen PB`s sowie sogar einem Schweizermeisterschaftstitel von Mark! 





Freitag, 8. März 2019

Die Zeit rennt....

Nach meiner Rückkehr aus den Staaten hatte mich der Alltag schnell wieder im Griff und ein grosser Stapel an Post wartete zu Hause auf mich sowie weitere Aufgaben, welche sich leider während meiner Abwesenheit nicht von selbst erledigten. Glücklicherweise blieb ich vom Jetlag verschont und konnte neben ein paar ruhigeren Tagen das Training weiterführen. Daneben lief so einiges mit dem Bezug der neuen Wohnung sowie dem Start bei meinem neuen Arbeitgeber.

Glücklicherweise war das nächste Trainingslager bereits in Sichtweite und nach nicht einmal 2.5 Wochen galt es schon wieder Velo sowie Koffer packen. Für einige vielleicht etwas übertrieben, für mich ein smarter Zug wieder in die Wärme zu verreisen, da sowieso Schulfreien waren (home oder besser holiday office sei Dank) und die Bedingungen in der Schweiz nicht unbedingt zum Training einluden.
Ziel war wie in den Vorjahren Fuerteventura und ich war Gotten froh, dass ich dieses Mal nur knapp 4 Stunden im Flieger verharren musste. Die Trainingsbedingungen waren wie gewohnt top und mit Jens und Tobi hatte ich exzellente Trainingspartner an meiner Seite, welche auch daneben zu einem gelungenen Aufenthalt beitrugen. 

Wie es um meine Form steht, wird sich schon bald zeigen, da der Saisonstart immer näher rückt. Einem ersten Formtest unterziehe ich mich an der 10KM-SM in Uster. Mitte April folgt dann mit dem Powerman Aalsdorf bereits ein sehr gut besetzter Duathlon in Deutschland. Ich bin gespannt, was die Saison 2019 alles mit sich bringen wird....



Sonntag, 3. Februar 2019

Powerman Arizona

Der Poweman Arizona in Fountain Hills rutschte eher spontan in unser Programm hinein. Ich wusste schon vor unserer Abreise in der Schweiz vom Wettkampf, jedoch rechnete ich damit, dass das Rennen über die klassische Powerman Distanz 10/60/10 am Sonntag sein würde und wir wegen des Rückfluges nicht teilnehmen können. Das Rennen fand nun doch am Samstag statt und somit verpackten wir unsere Räder ein weiteres Mal, um in das 2.5 Stunden entfernte Fountain Hills zu fahren. Der Ort ist wunderschön gelegen und im Gegensatz zu unseren letzten Stopps eher verkehrsarm. Der Ort heisst übrigens Fountain Hills, weil zu jeder vollen Stunde eine riesige Fontäne aus dem See spritzt.

Leider wurde die Veranstaltung ihrem eher schlechten Ruf im Vorfeld gerecht, so dass ich den versprochenen gratis Startplatz nicht bekam. Zudem fand sich bis heute keine Startliste mit den gemeldeten Athleten vor. Als wir am Freitag die Nummern holten hiess es noch, dass 12 Elite Athleten am Start stehen werden, darunter jemand der 10 Kilometer in 28 Minuten laufen könne...  Schon da schrillten bei mir die Alarmglocken und wenig überraschend standen dann am Samstagmorgen nur sechs Elite Athleten an der Startlinie, darunter nur gerade zwei Amerikaner. Leider konnte ich trotz intensiven Bemühungen keinen Aufsatz für das Rad besorgen und musste auch bei der Wettkampfbekleidung improvisieren. Nichts desto trotz wollte ich mich nicht schon vor dem Start geschlagen geben und vielleicht doch noch etwas vom Preisgeld ergattern.

Der Auftaktlauf führte über zwei Runden mit je 5 Kilometer Länge auf fantastischen Single Trails. Trotz der Vorbelastung fühlte ich mich sehr gut und setzte mich sogleich an die Spitze. Hinter mir der dreifache Weltmeister Le Bellec sowie vier weitere Athleten. Bis Kilometer 6 zog ich das Grüppchen hinter mir her, dann verschärfte Le Bellec die Pace und die Gruppe brach auseinander. Zusammen mit dem Australier Smith erreichte ich die Wechselzone auf der dritten Position.
Auf dem Rad war ich dann ohne jegliche Chance und trotz soliden Wattwerten büsste ich Position um Position ein. Ich war selbst über mich überrascht, wie gelassen ich es jeweils nahm, als ich wieder von einem Athleten auf einer Zeitfahrmaschine "überflogen" wurde.
Schlussendlich gingen auch diese 60 Kilometer vorbei. Zum Glück wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass mir Le Bellec über 16 Minuten!!! auf diesen 60 coupierten Kilometer aufbrummte.
Mein Ziel waren noch immer die Top 5 und somit nahm ich die letzten zwei Laufrunden nochmals mit gesteigerter Motivation in Angriff. Als nach einer Runde noch immer keiner meiner Gegner im Sichfeld auftauchte, bliess ich die Aktion ab und schaltete einen Gang zurück. Mit dosiertem Risiko ging es dem Ziel entgegen. Etwas überraschend reichte es noch zur drittschnellsten Laufzeit. In der Gesamtwertung blieb mir mit deutlichem Rückstand der 6. Rang.

Somit buche ich das Rennen als super Training ab, verbunden mit einem tollen Erlebniss. Die Strecken waren super und die Organisation am Wettkampftag tadellos! Manuel hat ebenfalls seinen ersten Duathlon absolviert und sogar seine Kategorie auf der Sprint Distanz gewonnen!

Falls das Wetter passt, gibt es morgen nochmals ein Radtraining bevor dann am Montag der lange Reisetag in die Schweiz ansteht. Über Phoenix geht es mit dem Auto nach Los Angeles (ca. 7 Stunden fahrt). Danach per Flieger zurück in die Schweiz (12 Stunden) mit vielen gelungenen Trainings in den Beinen. Viel haben wir gesehen, noch mehr zusammen erlebt....