Montag, 4. Dezember 2017

Lachner Weihnachtslauf

Lange war es still hier auf meinem Blogg. Viel zu lange, um ehrlich zu sein. Nach dem Lütschbach Duathlon war meine kleine Herbstsaison zu Ende und ich trainierte weiterhin nach Lust und Laune weiter. Was etwas légère klingt, war umso effizienter. Denn an Lust und Motivation für das Training mangelt es mir normalerweise nie. Dazu kamen noch ein paar herrliche Tage mit frühlingshaftem Wetter sowie auch Läufe und Radfahrten durch die tolle Winterlandschaft. Die Umfänge waren überschaubar, jedoch versuchte ich oftmals hohe Intensitäten reinzubringen. Ich fühlte mich ausgezeichnet und auch die Form entwickelte sich in die richtige Richtung. Just in der geplanten Ruhewoche vor dem Weihnachtslauf in Lachen meldete sich dann die hintere Oberschenkelmuskulatur und bereitete mir einiges an Kopfzerbrechen. So sollte der kurze Lauf über die 5.6 Kilometerlange Strecke nicht nur ein Formtest sondern auch ein Test für den Oberschenkel sein.

Der Renntag erwartete dann die Läufer mit kalten Bedingungen und einem neuen Start/Zielgelände. Das Starterfeld war gut besetzt, da auch einige Athleten des Zentralschweizerischen OL-Nationalkaders anwesend waren. Pünktlich um 17.00 erklang dann der Startschuss und ich setzte gleich einmal auf die Karte agieren anstatt reagieren. So führte ich das Rennen auf den ersten 500 Metern an und konnte mich so in den engen Passagen aus den Positionskämpfen heraushalten. Die erste der 4 Runden passierte ich dann in einer dreier Spitzengruppe, wobei ich kurz darauf abreissen lassen musste. Auf der langen Gerade entlang der Seepromenade büsste ich dann nochmals 2 Positionen ein und somit war ich nun alleine an der 5 Position laufend. Von hinten drohte keine Gefahr mehr und auch nach vorne schien der Zug abgefahren zu sein. Somit musste ich auf den verbleibenden drei Runden alleine für ein hohes Tempo sorgen. Dies gelang mir erstaunlich gut und so konnte ich den soliden 5. Rang ins Ziel bringen zusammen mit einer neuen PB auf dieser Strecke. Das Podest war heute ausser Reichweite, zu stark waren die OL-Läufer. Glücklicherweise bereitete auch mein Oberschenkel keine Probleme und so darf ich auf einen gelungenen Formtest zurückblicken.


Anbei noch ein paar Impressionen aus dem Wintertraining




Montag, 30. Oktober 2017

Sieg am MTB Duathlon in Lütschbach!

Nach dem MTB Duathlon Aeschi fiel mir der wiedereinstieg ins Training alles andere als leicht. So entschied ich mich für einen zusätzlichen Ruhetag am Donnerstag um die Erholung nicht zu vernachlässigen. Daneben trainierte ich aber auf sehr hohem Level was den Umfang sowie vor allem auch die Intentsität betraf. Den letzten schönen Tag nutze ich dann um mit dem Rennrad auf die Rigi zu fahren. In Zahlen hiess das knappe 10 Kilometer mit rund 1200 Höhenmetern. Teilweise war die Strasse nicht einmal mehr asphaltiert und über 20% steil. Innerlich verfluchte ich mich für diese Idee, da am Sonntag der Lütschbach Duathlon auf dem Programm stand. Umso gespannter war ich, wie ich diesen Effort von rund einer Stunde mit durchschnittlich 273 Watt (bei 63 Kilogramm Körpergewicht) verkraften konnte. 

Das Wetter war dann am Sonntag wie angekündigt regnerisch und kalt. Bei der gemeinsamen Streckenbesichtigung regnetet es zu Beginn noch ordentlich und es brauchte meinerseits einiges an Überwindung um nicht im trockenen sitzen zu bleiben. Leider hatte das schlechte Wetter auch Auswirkungen auf das Teilnehmerfeld und so fehlten einige der gemeldeten Athleten. Pünktlich zum Startschuss stoppte dann der Regen doch noch und zusammen mit Stefan Ulrich konnte ich mich gleich zu Beginn der 2.5 Kilometer langen Lauftstecke absetzen. Trotz der Vorbelastung fühlte ich mich ausgezeichnet und nach einem soliden Wechsel auf das Bike konnte ich mich entscheidend absetzen. Im Wald war es angenehm trocken und die Strecke bereitete mir grossen Spass. Technisch gut machbar und trotzdem liessen die verschiedenen Abschnitte Cross Duathlon feeling aufkommen. Dank meiner Überlegenheit auf dem Bike musste ich auf dem abschliessenden Lauf nicht mehr an mein Limit gehen und konnte auch die zweite Austragung des MTB Duathlons in Lütschbach nach gut 45 Minuten für mich entscheiden. Mit diesem Wettkampf geht nun auch meine kleine Herbstsaison erfolgreich zu Ende. Obwohl die Form immer noch sehr gut ist freue ich mich auf einen Monat Training ohne jedes Wochenende mit einem Wettkampf verplant zu haben.

Ein grosses Dankeschön geht wiederrum an Thomas Lienert und seine Familie für die Organisation und die anschliessende Verpflegung aller Athleten!

Montag, 23. Oktober 2017

Geglückte Titelverteidigung am MTB Duathlon Aeschi!

Schon früh in diesem Jahr bekam ich von den Organisatoren die Einladung für die 21. Austragung des MTB Duathlons in Aeschi. Für mich war sofort klar, dass ich meinen Titel aus dem Vorjahr verteidigen wollte. Das Rennen geniesst in der Region einen hohen Stellenwert und wird mit viel Herzblut organisiert. Zudem darf die Bike Strecke auch noch wirklich als solche bezeichnet werden, was immer mehr zur einer seltenheit wird in der Schweiz. 
Leider erfolgte dann der Wetterumschwung just auf den Renntag und zusammen mit den Temperaturen fiel kurzzeitig auch meine Motivation in den Keller. Glücklicherweise beruhigte sich die Lage schnell wieder und auch von oben kam kurzzeitig kein Wasser mehr herunter. Das Starterfeld war fast identisch besetzt wie im Vorjahr und so erwartete ich ein enges Rennen um den Tagessieg.

Auftaktlauf (5 Km, 120 Hm)
Wie bereits im letzten Jahr wurde enorm schnell gestartet, wobei ich mich auch diesesmal nicht aus der Ruhe bringen liess. Das Feld zog sich schnell in die Länge und auf der ersten rutschigen Wiesenpassage setzte sich ein Athlet bereits früh ab. Zusammen mit Vanderperren lief ich stets knapp 30 Meter dahinter. Vanderperre zeigte sich in einer ausgezeichneten Form und ich war froh darüber, da ich nicht alleine das Tempo hochhalten musste, um die starken Biker um Gerber und Perrin zu distanzieren. Dank einem perfekten Wechsel konnte ich bereits in der Wechselzone die Lücke zum Leader schliessen und die Wechselzone als erstes verlassen. 

Bike (21 Km, 560 Hm)
Vor der Bikestrecke hatte ich am meisten respekt. Ich bin sehr wohl ein exzellenter Techniker und die Form war gemäss den letzten Trainings sehr gut, jedoch war ich mir auch um die Stärke der Gegner bewusst. Dazu kam, dass Gerber einen hervorragenden ersten Lauf hatte mit nur ca. 20 Sekunden Rückstand. Vanderperre brauchte über eine halbe Runde um zu mir aufzuschliessen und von nun an waren wir wie im Vorjahr gemeinsam unterwegs. Dazwischen gab es noch ein paar brenzlige Situationen auf den schlammigen Passagen, wobei ich mich mit viel Können (und Glück) aus der Affäre zog. Immer wieder schweifte mein Blick nach hinten, um jeden Moment den heranstürmenden Gerber zu sehen. In der ersten Runde war dies noch nicht der Fall und somit war mein erstes Teilziel bereits erreicht. Zusätzlich wurden meine Beine immer besser. In der höllisch steilen Rampe konnte ich mich vor Vanderperre behaupten und bog dann als erstes in den Singletrail der Traverse ein. Noch immer drohte von hinten keine Gefahr und wie es den Eindruck machte, waren wir zügig unterwegs. Auf den letzten Kilometern waren wir uns dann sicher, dass niemand mehr von hinten aufschliessen würde und der Sieg zwischen uns ausgemacht werden würde.

Abschlusslauf (5 Km, 120 Hm)
Wiederrum erwischte ich einen super Wechsel und konnte als erstes die Wechselzone verlassen. Ich wollte die kleine Lücke sofort nutzen, die Beine fühlten sich top an und so wollte ich den möglichen Zweikampf gleich im Keim ersticken. Vanderperre war nicht mehr zu sehen und ich war etwas verduzt darüber. Erst im Ziel erfuhr ich, dass er Probleme mit seinen Bikeschuhen hatte und so enorm viel Zeit einbüsste. Mein Vorsprung war somit komfortabel und so konnte ich schlussendlich einem ungefährdeten Sieg entgegenlaufen!

Nach 2016 konnte ich bei schwierigen Verhältnissen erneut den Tagessieg einfahren. Am kommenden Wochenende folgt mit dem Lütschbach Duathlon ein weiterer Wettkampf.