Sonntag, 10. November 2019

Langenthaler Stadtlauf

Nach nicht einmal einer Woche mit strukturiertem Training bot der Langenthaler Stadlauf im Kanton Bern eine gute Gelegenheit für den Wiedereinstieg ins vorweihnachtliche Wettkampfgeschehen. Der Kurs im Stadtzentrum musste sechs mal absolviert werden und umfasste exakt 7.5 Kilometer. Der Lauf selbst verzeichnete einen neuen Teilnehmerrekord und das Elitefeld war mit diversen starken Läufern besetzt. 

Eher ungewohnt war der späte Start um 17.45 Uhr in der Dunkelheit, was aber für eine schöne Stimmung sowie zahlreiche Zuschauer am Streckenrand sorgte. Ich kam gut weg und konnte den Anschluss an die erweiterte Spitze halten. Das Tempo pendelte sich bei 3.10min/km ein und die Splits blieben konstant zügig. Leider zersplitterte die Gruppe nach Rennhälfte und ich war von nun an mehrheitlich alleine unterwegs. Die vielen Richtungswechsel sowie das Überrunden der Volkläufer brauchte zusätzlich Substanz und ich war froh, als das Ziel immer näher kam. Nach 24.09 Minuten (3.13min/km) erreichte ich das Ziel auf dem guten 10. Rang (2. Rang Kategorie M20) und war rundum zufrieden mit meinem ersten Auftritt nach der "Saisonpause". Darauf lässt sich aufbauen.

Danach gab es bei Crespo.ch in Bützberg Burger & Pommes sowie den Vortrag von Mathias Jäger, welcher mit seinem Rad rund 1000 Tage um die Welt gereist ist. Mathias ist auch unter dem Synonym "umunum" bekannt und bot den Teilnehmern einen fantastischen Einblick in sein Reisetagebuch! Herzlichen Dank auch dafür!



Montag, 21. Oktober 2019

Tagessieg Nr. 3 am MTB Duathlon Aeschi!

Musste ich im letzen Jahr noch schweren Herzens auf die Teilnahme am MTB Duathlon im schönen Aeschi aufgrund meines Bänderrisses verzichten, stand einem Start heuer nichts mehr entgegen. Da die Wettkampfpause zwischen der WM und dem MTB Duathlon doch sehr lange war, gestaltete sich das Training nicht immer ganz einfach und so versuchte ich die Restform einfach so gut wie möglich mit vereinzelten spezifischen Einheiten zu konservieren.

Die Bedingungen am Renntag waren fast ideal und die Teilstrecken präsentierten sich in einem sehr guten Zustand, obwohl in den Vortagen einiges an Regen in der Region rund um den Thunersee fiel. Auf dem 5 Kilometer langen Auftaklauf versuchte ich zusammen mit Teamkollege Jens Urfer eine erste Vorentscheidung zu setzen und so die starken Biker gleich etwas zu distanzieren. Dies gelang uns fast nach Wunsch und die Lücke nach hinten war zwar überschauber, jedoch bereits vorhanden.
Nach einem langsamen Wechsel absovlierten wir dann auch die ersten welligen Kilometer auf dem MTB gemeinsam bis ich mich in der höllisch steilen Rampe des Ebenen Aufstiegs leicht absetzen konnte. Auf dem folgenden rutschigen Single Trail konnte ich die Lücke vergrössern und war nun alleine vorne weg. Ich war bestrebt die Pace hoch zu halten und konnte die zweite Runde alleine an der Spitze in Angriff nehmen. Da ich keinen Überblick über meine Verfolger hatte drückte ich auch in Runde zwei nochmals voll in die Pedale, um wenig später am höchsten Punkt der Strecke den Blick zurück zu wagen. Mein Vorsprung schien solide zu sein was mich weiter dazu motivierte auf die Zähne zu beissen bis zu Wechsel Nr. 2. Auch in diesem Jahr verlangte die selektive Strecke den Teilnehmern alles ab und dementsprechend angeschlagen lief ich hinter dem Führungsfahrrad hinter her.

Auf den abschliessenden 5 Laufkilometer musste ich nicht mehr voll ans Limit gehen und konnte meinen herausgefahrenen Vorsprung verwalten. Mit einer tollen Zeit durfte ich nach 2016 & 2017 einen weiteren Tagessieg feiern! Patrick Zürcher sowie Teamkollege Jens Urfer kompletierten das Podest in der Tageswertung. Der Event ist wirklich sehr zu empfehlen und wird nach wie vor mit enorm viel Herzblut organisiert. Die Strecken machen zudem extrem viel Spass und minimieren die Anstrengungen bestmöglich ;-)




Montag, 23. September 2019

Wildspitzberglauf

Off-season bedeutet auch endlich wieder vermehrt Zeit zu haben für sportliche Aktivitäten, welche ansonsten die Duathlonsaison negativ beeinflussen würden und so keinen Platz finden. Nicht immer fällt mir das leicht und so stand ich diese Saison doch an eher ungewöhnlichen Events wie dem Red Bull 400 oder dem Engadin Ultraks als Duathlet am Start.

Den Wildspitzberglauf von Steinerberg aus stand schon lange auf meiner Bucket List und heuer passte das Rennen nun endlich in meinen Terminkalender. Das Wetter war perfekt und so freute ich mich auch ohne spezifische Vorbereitung auf die happige Strecke über 7.5 Kilometer mit gut 950 Höhenmeter. Das Starterfeld war mit Sprenger, Arnold, Downs und Risi stark besetzt und der Rennverlauf hätte nicht dramatischer sein können.

Ich setzte mich gleich zu Beginn mit Downs leicht ab, um meine Ambitionen auf den Tagessieg zu unterstreichen. Leider merkte ich rasch, dass ich nicht die besten Beine erwischt habe und musste so auf dem langen Asphaltabschnitt Downs nach rund einem Kilometer leicht ziehen lassen. Arnold konnte wenig später die Lücke zu mir schliessen und gemeinsam liefen wir ein Stück weiter bis dann auch Sprenger an uns vorbeiflog und sich mit einem äusserst starken Antritt auf den Weg nach vorne machte. Die Abstände waren minim und so konnte auch Risi zu mir aufschliessen, wobei die Top 3 noch immer in Sichtweite waren. Mental macht mir der lange Asphaltabschnitt enorm zu schaffen und ich war unglaublich froh, als wir auf den ersten steilen Single Trail einbiegen durften. Dort konnte ich meine Stärke ausspielen und eine kleine Lücke zu Risi aufreissen sowie den Abstand nach vorne wieder verkleinern. Zurück auf der Asphaltstrasse konnte ich Risi weiter distanzieren und lief sogar wieder zu Arnold auf. Der letzte Single Trail sollte also die Entscheidung um die verbleibenden Podestplätze bringen. Für kurze Zeit konnte ich sogar eine kleine Lücke zu Arnold reissen und es folgten diverse Positionswechsel. Dabei gab sich Risi noch immer nicht geschlagen und war nur wenig zurück. Einen Kilometer vor dem Ziel schien Downs seinem schnellen Start Tribut zu zollen und wir holten ihn nochmals ein. Nur Sprenger schien dem Tagessieg souverän entgegenzuklettern. Gemeinsam mit Arnold konnte ich mich von Downs absetzen und gut 500 Meter vor dem Ziel musste ich mich dann Arnold definitiv geschlagen geben. Auf den extrem steilen 250 Meter vor der Ziellinie fehlte mir dann nach einer langen Saison die endgültige Überzeugung, um nochmals einen Sprint hinzulegen und somit begnügte ich mich mit dem 3. Rang in einem regelrechten Berlaufkrimi.


Die Strecke am Wildspitz kommt meinen Fähigkeiten nicht wirklich entgegen (zu flach, wenig technisch). Die Aussicht sowie die tadellose Organisation an diesem Traditionsevent entschädigten aber die Strapazen ohne weiteres!