Sonntag, 8. April 2018

Urban Cyclocross Zürich

Eher glücklich kam ich zu einem der begehrten (und begrenzt verfügbaren) Startplätze des Urban Cyclocross, welches anlässlich des Urban Bike Festival mitten in Zürich ausgetragen wurde. Was ein Urban Cyclocross Rennen überhaupt ist, könnt ihr euch im hier im Video ansehen.
Ich bestritt das Rennen voll aus dem Training heraus und somit hatte ich eine ordentliche Belastung bereits intus. Über Ostern und auch dank dem guten Wetter konnte ich den Umfang endlich deutlich steigern. Um meinen Formstand auf dem Crossrad war ich mir nicht wirklich bewusst und der Parcour bereitete mir bei der ersten Befahrung etwas Kopfzerbrechen. Die zur Verfügung gestellten 40 Minuten für das Training nutzte ich clever und suchte die für mich schnellste Linie. 
Gestartet wurde mit dem Rundenzeitfahren und ich erwischte eine für mich optimale Fahrt. Die letzte Power auf den Geraden fehlte zwar, jedoch fuhr ich technisch fehlerfrei und erreichte den guten 15. Rang von total 64 Startern. Somit erreichte ich locker die Achtelfinals und musste nicht einen Hoffnungslauf bestreiten. 



Dank der guten Platzierung konnte ich den absoluten Top Shots der Szene aus dem Weg gehen und rechnete mir gute Chacen auf ein Weiterkommen aus. Im Achtelfinal traf ich nun auf 6 weitere Athleten, die ersten 3 qualifizierten sich für das Viertelfinale. Ich kam gut weg, merkte jedoch schon nach wenigen Meter, dass sich mein Hinterrad sehr unruhig verhielt. Kurz vor der Sandpassage bekam ich dann die Bestätigung: Platten im dümmsten Moment! Somit war der Wettkampf für mich bereits wieder vorbei und eine leise Enttäuschung machte sich breit. Trotzdem war es ein toller Tag mit fantastischer Stimmung. Zudem bekam ich die Bestätigung, dass ich fahrradtechnisch immer noch auf einem soliden Niveau bin.

In den nächsten 2 Wochen werde ich die Umfänge reduzieren und an der Tempohärte arbeiten, um dann für die anstehenden Duathlon in Form zu sein. Eventuell werde ich am kommenden Samstag noch den Rotseelauf als schnelles Training bestreiten.




Sonntag, 25. März 2018

Rhylauf - 10KM SM

34.50 Minuten für 10 flache, schnelle Kilometer, Rang 88. Eigentlich sagt dies schon alles über die heutige Leistung aus. Leider konnte ich meine eigenen Erwartungen und meine Form wiederum an der SM nicht abrufen und möchte euch auch keine Ausreden auftischen. Trotzdem schildere ich kurz meine Gedanken:

Nach der enttäuschenden Zeit im Vorjahr in Oensingen nahm ich mir vor, keinen unnötigen Druck aufzuladen und das Rennen befreit in Angriff zu nehmen. Die Trainings liefen sehr gut und ich konnte Qualität sowie Quantität seit der Rückkehr aus Fuerteventura steigern und war mir sicher, dass eine Zeit unter 34 Minuten machbar sein sollte. Somit war im Hinterkopf bereits wieder eine Zeit verankert. Heute Mittag endete das ganze erneut in einer grossen Enttäuschung und bereits nach 2 Kilometern fiel ich komplett auseinander. Der sogenannte Flow war nicht vorhanden, der Magen rumorte und der Kopf schien nicht bereit zu sein. Die Beine bewegten sich nur schwer und ich musste Läufer um Läufer passieren lassen. Zwischen Kilometer 3 und 6 hatte ich permanent den Gedanken auszutreten und dem geknorze ein Ende zu setzen. Irgendwie konnte ich mich doch noch fangen und unter fernerliefen das Rennen beenden. Die Probleme fingen wohl schon am Vortag an und ich setzte mich wiederum mit der fixierten Zeit so stark unter Druck, dass ich meine Leistung nicht abrufen konnte. Somit ein bekanntes Problem. Glücklicherweise wiederspiegelte es auch damals meinen Formstand nicht und ich bin mir sicher, dass die Laufform massiv besser ist, als das heutige Resultat. Daher werde ich mein Training wie geplant weiterführen und den heutigen Wettkampf als weitere Erfahrung abbuchen. Der schlechte Wettkampf ist somit bereits früh in der Saison eingezogen und die wirklich wichtigen Rennen können kommen!


Montag, 26. Februar 2018

Trainingslager Fuerteventura


Der Zeitpunkt hätte wohl nicht besser gewählt sein können für das zweite Trainingslager. In der Schweiz kam der Winter nochmals so richtig zurück und auf den Kanaren herrschten hervorragende Bedingungen. Obwohl es auf den Nachbarinseln einige Male regnete, wurden wir auf Fuerteventura glücklicherweise davon verschont.
Trainiert wurde sehr ähnlich wie im Vorjahr, nur dass wir heuer zu zweit unterwegs waren sowie zusätzlich über zwei weitere Trainingstage verfügten. Anfangs war der gefürchtete Wind noch sehr gnädig zu uns, bis er sich dann prompt auf den abschliessenden dreier Block nochmals kräftig zurückmeldete. Das Motto war wiederrum Qualität vor Quantität und dies gelang uns gut. Zu Beginn hatte ich noch gehörig Respekt, dass wir eine Person weniger sind (weniger Windschatten) sowie das 12 anstelle der 10 Tage eher zu viel sein könnten. Abschliessen lässt sich aber mit gutem Gewissen sagen, dass alles optimal aufgegangen ist und wir gesund und zufrieden ein weiteres Mal auf ein Trainingslager zurückblicken dürfen. Dazu trägt die gleiche Trainings- und Lebensphilosophie viel bei. Nicht zu vergessen die gute Basis, welche wir uns in Thailand erarbeitet haben.



Einige Sachen waren aber auch dieses Jahr neu oder sind uns besonders aufgefallen:


Einige Strassen werden von Jahr zu Jahr schlechter. Teilweise leidet der Asphalt enorm unter den klimatischen Bedingungen (Sand, Wind).

Der Wind ist sehr unbeständig und schwer einzuschätzen. Nicht immer kann man ab Corralejo in Richtung Süden Rückenwind erwarten.

Hotel mit Meerblick heisst nicht, dass man auch Sonne hat. Auf unserem Balkon herrschten etwa dieselben Temperaturen wie in der Schweiz ;-)

Der Standort Caleta de Fuste ist immer noch das Non-plus Ultra. Gleiches gilt für das Hotel Geranios, welches dieses Jahr leider geschlossen war (Umbauarbeiten).

Eine Person weniger bedeutet nicht, dass man automatisch langsamer unterwegs ist.

Nach gut 5 Monaten Absenz zurück auf dem TT-Bike schmerzen nicht die Beine sondern vor allem der Rücken und Nacken.

Für einen guten Kaffee schwingt man sich auch nach dem Abendessen gerne nochmals aufs Rad, um zum Stammlokal zu gelangen.

Nach dieser intensiven Zeit gilt es sich nun gut zu erholen und möglichst schnell in der kalten Schweiz an der Form weiterzuarbeiten. Dies wird sicher eine Herausforderung werden bei diesen Temperaturen. Nicht mehr lange und schon beginnen die ersten Wettkämpfe. Die Saisonplanung ist nun aufgeschaltet und bietet sicher die eine oder andere Überraschung bezüglich gewählter Wettkämpfe.

Abschliessend ein paar Zahlen für die Datenfreaks:

Anzahl Tage Aufenthalt: 12
Anzahl Ruhetage: 1
Radkilometer: 1100
Laufkilometer: 70
Höhenmeter Rad: 13`000
Längste Radeinheit: 201 Km, 2300 Hm, 31.5 Km/h
Längste Laufeinheit: 20 Km
Trainingsstunden: 41 Stunden



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