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Sonntag, 18. Oktober 2020

Chäserugg Berglauf - Fast Offseason!

Als der Chäserugg Berglauf wegen Schnee von Anfang auf Ende Oktober verschoben wurde, erschien er mir doch noch als eine schöne Option auf weitere Wettkampfkilometer vor der Winterpause. Der Lauf fand heuer zum ersten Mal statt und führte von Unterwasser auf den Chäserugg (7.8 Kilometer, 1380 Höhenmeter). Steil ist geil traf es wohl ziemlich gut für das Streckenprofil. Auch am Sonntag schneite es bis auf gut 1500 Meter über Meer herunter und das Ziel auf gut 2200 Meter über Meer war mit ordentlich viel weissem Puder versehen, als ich um 08.30 Uhr im Startgelände eintraf. Die Kleider- und Schuhwahl sollte also heute nicht unterschätzt werden auf der anspruchsvollen Strecke im Toggenburg.

Der Startabschnitt war extrem steil und nach einem Kilometer machte sich Aemisegger auf und davon und lief ungefährdet dem Tagessieg entgegen. Dahinter folgte eine 4er Gruppe mit den restlichen Podestkandidaten. Gemeinsam mit Schilter konnte ich in einem technischen Trail die Gruppe sprengen wobei ich ihn kurz darauf auch noch ziehen lassen musste. Ich fühlte mich gut und konnte nach Iltios den Abstand nach hinten weiter ausbauen und blickte auf einen entspannten Schlussteil hin. Der letzte Drittel der Strecke wurde nun wieder technischer und die leicht gezuckerten Trails hinauf in Richtung Chäserugg waren einfach nur fantastisch zu laufen. Die Menge an Schnee nahm nun stetig zu und das einzige was weniger wurde, war mein Vorsprung auf meine Verfolger. Beim Skilift Chäserugg (Schlepplift) waren Platz 4 und 5 bereits gefährlich nahe und auf dem Skilift-Trasse büsste ich weiter an Boden ein. Mir fehlte es an Traktion und auch die Kräfte liessen stark nach. Noch immer waren es fast 300 Höhenmeter bis zur rettenden Ziellinie. Knapp 400 Meter vor dem Ziel flachte der Trampelpfad im Schnee wieder leicht ab und mein Verfolger lief zu mir auf. Just in diesem Moment konnte ich nochmals alle meine Kräfte mobilisieren und eine weitere Lücke aus dem nichts aufreissen. Auf dem letzten Zacken erreichte ich dann nach 1h 03min doch noch das Ziel auf einem Podestrang! Mit dem 3. Rang (2. Rang Kategorie) darf ich angesichts der Vorbereitung zufrieden sein. Der Lauf ist toll organisiert und wird hoffentlich auch in Zukunft wieder ausgetragen werden!

Rangliste

Sonntag, 13. September 2020

Arosa Trailrun - ATR22

Mit dem Arosa Trailrun gab es eine weitere Möglichkeit für einen Wettkampf in den Bergen. Ursprünglich wollte ich über die 53 Kilometer Distanz starten, leider muss ich aber eine Woche später einen Selektionslauf über 5000 Meter absolvieren und somit schwenkte ich kurzerhand auf den Halbmarathon mit etwas über 1300 Höhenmeter um. 


Da ich am Swissalpine im Juli Probleme mit der Höhe hatte, entschied ich mich für die Anreise am Vortag. Das Training in der Vorwoche verlief sehr zäh und ich kämpfte mit Wadenproblemen. Die geniale Form der Vorwoche schien etwas verpufft zu sein und ich blickte wenig zuversichtlich auf den Wettkampf. Zusätzlich war das Feld extrem stark besetzt und die Downhill-Trainings hielten sich seit dem Engadin in Grenzen. Dafür war das Wetter perfekt und bis hin zum Renntag war die Freude wieder vollends zurück.

Die ersten 8 Kilometer nach dem Start führten dann stets aufwärts bis hinauf auf das 2600 Meter hohe Weisshorn. Also genau mein Terrain! Zehnder sorgte für eine hohe Pace und dahinter zersplitterte schnell die Verfolgergruppe. Zehnder blieb immer in Sichtweite und nach 3 Kilometer war ich knapp hinter Sprenger und damit voll auf Kurs. Das Panorama und die Trails waren einfach nur herrlich und so kletterte ich in zügigem Tempo in Richtung Dach des heutigen Wettkampfs. Knapp 2 Kilometer vor dem Gipfel übernahm Sprenger die Führung und auch ich kam immer näher zu Zehnder, zu welchem ich dann in der Verpflegungszone auf dem Weisshorn schlussendlich auch aufschliessen konnte. Die Lücke nach hinten schien komfortabel und das musste sie auch sein, denn ich wusste um die downhill skills von Schäppi und Brennwald bestens Bescheid. Es folgte nun ein weiterer herrlicher Trail zur Hörnlihütte, wobei nun meine Beine bereits ordentlich angeschlagen waren durch den steilen Abstieg vom Weisshorn. Sprenger war uns längst enteilt und von hinten drohte Schäppi aufzuschliessen, als ich gemeinsam mit Zehnder die Hörnlihütte passierte.

Die Höhenmeter waren nun eingetütet und es sollte mehrheitlich abfallend in Richtung Ziel gehen. Ich liess es kontrolliert laufen und konnte mich schnell von Zehnder lösen. Die Trails waren nicht extrem technisch und so war ich bestrebt nicht nach zu lassen. Leider wurden die Beine zunehmend schwerer und das Ziel wollte einfach nicht näher kommen. Es dauerte jedoch erstaunlich lange, bis dann knapp 3 Kilometer vor dem Ziel Schäppi angeflogen kam. Ich versuchte gar nicht zu kontern und liess ihn ohne grosse Gegenwehr passieren. Die fast 5 Minuten Vorsprung auf dem Weisshorn reichten leider heute nicht ganz aus, obwohl ich eine gute Leistung in den downhills an den Tag legte. 


Somit lief ich auf dem 3. Rang ins Ziel in Arosa ein (2.Rang M20) und blieb mit 1h 59min 12s unter der angestrebten 2 Stunden Marke! Ein weiteres tolles Resultat gegen starke Trailläufer! 

Rangliste

Donnerstag, 3. September 2020

Etzelberglauf

Die Absage der Duathlon WM hatte nicht nur schlechte Seiten und so sollte endlich wieder einmal ein Start bei meinem Heimrennen, dem Etzelberglauf, möglich sein. Ich rechnete jedoch nicht mit so einer intensiven Duathlon SM und trotz diversen Erholungsmassnahmen fühlten sich meine Beine bis hin zum Rennstart alles andere als gut an. Die Zweifel über mein Unterfangen wurden auch beim Einlaufen vor dem Start um 18.15 Uhr nicht kleiner. Zudem war ich um einiges nervöser als an der SM, wollte ich doch eine besonders gute Leistung zeigen, da viele bekannte Gesichter am Streckenrand anzutreffen waren.

Auf dem ersten eher flachen Kilometer sorgte dann Sprenger für eine hohe Pace an der Spitze. Für mich war er heute ganz klar der Läufer, über welchen heute der Tagessieg gehen sollte. Umso erstaunter war ich dann, als ich seiner Pace folgen konnte zusammen mit Schilter und Schmid im Schlepptau. Als es dann in den höllisch steilen Firstweg hineinging konnte ich dann überraschend die Führung übernehmen und Sprenger sowie Schmid liessen etwas federn. Nach dem Asphaltabschnitt verabschiedete sich dann Schilter nach vorne und die Lücke pendelte sich auf gut 20 Meter ein. In Feusisberg konnte ich die Lücke dann nochmals schliessen, bevor ich dann an der Miltenweid (dem steilsten Teil der Strecke mit gegen 30%) erneut reissen lassen musste. Mein Blick schweifte nun des Öfteren nach hinten, da dort immer noch Sprenger und Schmid lauerten und nicht locker liessen. Ich selbst hatte grosse Angst vor einem Einbruch, da ich meinen Beinen noch immer nicht richtig traute. Als dann auch der letzte höllisch steile Abschnitt in Richtung Hochetzel gemeistert war, konnte ich mir über meinen Podestplatz sicher sein. Mit knapp 30 Sekunden Rückstand auf Schilter lief ich auf dem 2. Rang über die Ziellinie und konnte es kaum glauben, wie dies heute möglich war! Zudem blieben gleich die ersten 4. Läufer unter dem bisherigen Streckenrekord, welchen ich um fast 2 Minuten unterbot. 

Ein grosser Dank geht erneut an die Organisatoren, welche unter diesen Umständen den Event ermöglicht haben und den vielen Leuten, welche mich auf der Strecke tatkräftig angefeuert haben! 


Resultate 



Montag, 31. August 2020

Duathlon de Romandie - Schweizermeisterschaft

Endlich wieder ein Duathlon! Mein letzter Start an einem Duathlon geht in den Februar zurück, als ich in Aarwangen am Winterduathlon das letzte Mal meinen Rennanzug anziehen konnte. Gefühlt war der besagte Anzug etwas enger, aber bei den regnerischen und kalten Bedingungen sollten ein paar extra Kilos nicht unbedingt von Nachteil sein. 

Seit meiner Rückkehr aus dem Engadin fühlte ich mich ausgezeichnet und gefühlsmässig merkte ich den Höheneffekt heuer besonders stark. Trotz der unspezifischen Vorbereitung wuchs mein Selbstvertrauen bis zum Renntag hin und ich war gespannt, ob ich gegen die starke Konkurrenz bestehen kann. Neben den äusserst widrigen Bedingungen gestaltete sich die Strecke als viel anspruchsvoller und hügeliger als es das Höhenprofil auf der Homepage verraten liess. Definitv kein Nachteil für mich und somit hoffte ich auf ein besonders harten Wettkampf. Neben dem gesamten Duathlon Nationalteam waren auch viele Triathleten aus der Romandie mit von der Partie.


Diese besagten Triathleten um Briffod und Fluri sorgten dann auf dem Auftaktlauf sogleich für eine hohe Pace auf dem abfallenden Startabschnitt. Durch den Regen wurde die Naturstrasse komplett aufgeweicht und zur Schlitterpartie, was für den ein oder anderen spektakulären Abflug bei meiner Konkurrenz sorgte. Nach der ersten Runde à 3.3 Kilometer kam ich immer besser in Schwung und wechselte in guter Ausgangslage nach genau 10 Kilometer aufs Velo. Nach einem optimalen Wechsel konnte ich nach knapp einer halben Runde zu Zehnder aufschliessen und absolvierte die weiteren 3.5 Runden in korrektem Abstand hinter ihm. Am Berg hatte ich ordentlich zu kämpfen und auf den leicht abfallenden Passagen fehlten mir die ganz grossen Gänge auf meinem Rad. Zudem machte mein Rücken immer mehr zu, was wohl dem spärlichen TT-Training zuzuschieben war. Die Strecke trocknete zwar mit zunehmendem Rennverlauf ab, jedoch wurde es nicht wirklich wärmer und ich war froh als der zweite Wechsel nahte.

Die Lücke nach hinten schien komfortabel und umso erstaunter war ich, als nach dem  zweiten Wechsel auf einmal  Kläy aus dem nichts auftauchte. Zu dritt ging es nun auf die abschliessenden zwei Laufrunden und mit Kläy konnte ich mich im Downhill von Zehnder absetzen. Im Aufstieg schaffte Holenweger den Anschluss und zog an uns vorbei. Kurz darauf konnte ich Kläy entscheidend distanzieren (eine grosse Genugtuung, da er mir vor Jahren im Rheintal förmlich am Hinterrad klebte und mich dann im zweiten Lauf deklassierte) und die Lücke zu Holenweger blieb bei wenigen Metern bestehen. Leider gelang es mir bis zum Schluss nicht mehr die Lücke komplett zu schliessen und somit lief ich erneut auf dem etwas undankbaren 4. Rang über die Ziellinie. Heute hätten nur gerade 10 Sekunden auf eine Medaille gefehlt! Trotzdem bin ich rundum zufrieden mit meiner Leistung. Fluri und Briffod waren eine Klasse für sich, Holenweger durchaus in Schlagdistanz und ich somit der beste "reine" Duathlet. 

Ein grosser Dank geht an alle, welche eine Veranstaltung unter diesen Bedingungen ermöglicht haben und es nun doch noch einen weiteren hochklassigen Duathlon im Jahr 2020 gab. 

Bericht Swiss Duathlon

Rangliste (siehe unten)


Dienstag, 28. Juli 2020

Swissalpine K23

Mit dem Swissalpine in Davos ergab sich spontan eine weitere Möglichkeit einen Wettkampf unter den strengen COVID-19 Auflagen zu bestreiten. Der ursprüngliche Gedanke am K68 zu starten war schnell verworfen, da die Erholung des Rheinquelletrails doch mehr Zeit in Anspruch nahm als gedacht. 

Die Strecke von Klosters nach Davos sollte mit ihren knapp 23 Kilometer sowie rund 700 Höhenmeter (nur ca. 250 Höhenmeter Downhill) perfekt meinen Fähigkeiten entsprechen. Trotz der frühen Anreise am Renntag war ich sehr zuversichtlich heute ganz vorne mitlaufen zu können.  Als es dann nach rund 1.5 Kilometer in den ersten Anstieg ging, war ich bereits geschlagen. Meine Pumpe kam schlicht nicht mit und der Motor geriet ordentlich ins Stocken. War es wirklich die Höhe, welche mir heute so stark zusetzte? So gut es ging versuchte ich positiv zu bleiben....
Im ersten Single Trail bereute ich dann ein erstes Mal meine Schuhwahl, da ich schlicht zu wenig Traktion hatte, um voll zu attackieren. Wenigstens konnte ich nun ein paar Läufer einsammeln und so neue Zuversicht gewinnen. Hinauf auf den Wolfgangpass keuchte ich erneut wie ein alter Traktor und kam gefühlsmässig kaum vom Fleck. Das tolle Laufgefühl wollte sich heute einfach nicht bemerkbar machen. 

Von nun sollte es mehrheitlich runter oder flach ins Ziel nach Davos gehen. Von hinten drohte keine Gefahr mehr und so rechnete ich mit 8 einsamen Kilometern. Nach dem Davosersee musste ich mit schrecken feststellen, dass meine Pace so zusammengebrochen war, dass von hinten ein weiteres Grüppchen nahte. Einen Läufer musste ich im letzten sehr steilen Anstieg ziehen lassen, die anderen beiden konnte ich im leicht abfallenden Single Trail zu meinem erstaunen erneut distanzieren. Mit letzter Kraft rettete ich mich über die letzte Welle und donnerte in Richtung Zielstadion. 
Nach 1 Stunde und 37 Minuten erreichte ich Davos auf dem 8. Rang und war sehr froh, als es endlich vorbei war. Mit dem Ausgang des Rennens hatte ich reichlich wenig zu tun und es war ein richtig harter Kampf mit mir selbst heute. 

Folgende drei Dinge habe ich heute dazu gelernt: 

  1. Anreise am Vortag wäre wohl clever gewesen, auch wenn Davos auf nur 1500m.ü.M. liegt.
  2. Ein leichter Trailschuh mit Traktion ist auch für den K23 von Vorteil.
  3. Auf dem Wolfgangpass hätte ich mich Verpflegen müssen. Ich habe den Energieverbrauch bei dieser Belastung komplett unterschätzt und dafür zusätzlich gebüsst.





Sonntag, 12. Juli 2020

Rheinquelle Trail

Es fühlte sich schon fast ein wenig surreal an, als ich am Freitag Nachmittag meine Startunterlagen in Sedrun abholte. Irgendwie konnte ich es noch gar nicht realisieren, dass es endlich wieder einmal die Möglichkeit gab, einen Wettkampf zu bestreiten. Trailrunning gehört nicht wirklich zu meinem Spezialgebiet als Duathlet und doch bereitet es mir grossen Spass (und auch Schmerzen). Da die Duathlonsaison momentan noch in der Zwangspause ist, nutzte ich den vergangenen Monat erstmals für eine etwas spezifischere Vorbereitung. Eine starke Erkältung sorgte dann leider für einen Zwangsunterbruch im Training, jedoch reichte die Zeit bis zum Rheinquelle Trail zur vollkommenen Genesung problemlos aus. 

Schon anhand der Startliste merkte man schnell, dass der Rheinquelle Trail einer der ersten Wettkämpfe nach der langen Corona-Pause war. Etliche Top Läufer standen an der Startlinie und brannten auf ein erstes Kräftemessen. Entsprechend hoch war auch die Pace zu Beginn und ich brauchte ein paar Höhenmeter, um in Schwung zu kommen. Im Uphill fühle ich mich so richtig wohl und die ersten 1100 Höhenmeter hinauf auf den Nual vergingen wie im Flug. Auf Zwischenrang 7 gings in den rutschigen Downhill zurück ins Tal. Ich ging dosiert ans Werk und lief für meine Verhältnisse sehr zügig herunter, jedoch liessen die Spezialisten nicht lange auf sich warten und flogen nur so an mir vorbei. Nichts neues, es gab ja noch genügend Zeit um wieder aufzuholen. Das dachte ich jedenfalls….

In Tschamut entledigte ich mich meinem Unterhemd, da das Wetter viel besser als angekündigt war. Auch im weiteren Rennverlauf blieben wir vom Regen verschont und die Temperaturen waren perfekt für einen solchen Wettkampf. Nun folgte der Aufstieg auf den Piz Cavradi, welchen ich wohl so schnell nicht mehr vergessen werde. Der Hauptteil des Anstieges verlief auf weglosem Gelände direkt in Richtung Gipfel. An laufen oder traben war nicht mehr zu denken und so mühte ich mich zuerst auf allen vieren in den Heidelbeersträuchern ab und dann später auch noch im Geröll. Definitiv nicht mein Spezialgebiet und somit büsste ich massiv an Rangierungen ein. Durch das viele wandern und kraxeln machte mein Rücken immer mehr zu und so konnte ich den wunderschönen Anblick des Lai da Tuma nicht mehr wirklich geniessen. Wenigstens nahte der Pazolastock und damit verbunden der höchste Punkt mit 2740m.ü.M. des heutigen Tages. Obwohl ich nochmals arg am Limit war, konnte ich im technischen Downhill zum Oberalppass neue Kräfte freisetzten und wohl eine meiner besten Downhill-Leistungen abrufen. Auf dem Oberalppass waren alle technischen Passagen gemeistert und die folgenden 9 Kilometer sollten flüssiger zu laufen sein. In der Hoffnung nochmals ein paar Läufer einsammeln zu können, legte ich nochmals einen Zahn zu und liess es auf den Schotterstrassen ordentlich krachen. Leider schaute nur noch ein Ranggewinn heraus und so beendete ich den Wettkampf nach 5 Stunden 27 Minuten auf dem 14. Rang. Insgeheim erhoffte ich mir mindesten einen Top 10 Platz. Angesicht der Strecke und der Vorbereitung darf/muss ich mit der Leistung wohl zufrieden sein. 

Ein grosser Dank geht an das Rheinquelle Team, welches unter diesen besonderen Bedingungen einen fantastischen Job ablieferte und uns allen endlich wieder einmal einen Wettkampf ermöglichte. Der Event fand zum ersten Mal statt und war perfekt organisiert und die Strecke vorbildlich ausgeschildert, so dass sogar ich im Nebel und in weglosem Gelände problemlos den Weg fand. Physisch fordert der Kurs einem alles ab und im Vergleich zu meinen bisherigen Ultra Trail Abenteuer (Eiger E51, Engadin Ultraks) war es definitiv der anspruchsvollste Lauf. 

PS: Dank dem Sieg bei den Frauen von Nina Zoller stand am Schluss trotzdem eine Duathletin zuoberst auf dem Podest ;-)









Samstag, 8. Februar 2020

Winterlauf & Winterduathlon Aarwangen

Nach 2018 war es heuer bereits mein dritter Auftritt auf dem Rundkurs in Aarwangen. In diesem Jahr wagte ich jedoch das erste Mal einen Doppelstart mit Winterlauf (8.4 Kilometer) und Winterduathlon (10 Kilometer MTB/3.3 Kilometer Lauf). 

Der "Winter" zeigte sich erneut von seiner besten Seite und die Temperaturen waren zwar morgens noch nahe dem Gefrierpunkt, mit zunehmender Hilfe der Sonne war es aber spätestens beim Duathlon angenehm "warm" für Februar und vor allem trocken. 
Leider war der Winterlauf nicht besonders stark besetzt und so spulte ich die 5 Runden von den ersten Metern an alleine ab. Ich fand einen guten Rhythmus obwohl es mir ohne direkte Gegner eher wie ein schneller Tempolauf vorkam. Mit meiner Leistung nach einer harten Trainingswoche und einer Zeit von knapp über 28 Minuten (3.24min/km) auf dem nicht super schnellen Kurs war ich aber zufrieden.
 Nach knapp 2 Stunden Pause folgte dann der Start des Duathlons. Leider waren dort im Elitefeld nur gerade 3 Athleten am Start. Mit Jens Gossauer und Dani Parpan dafür einiges an Qualität. Meine Beine waren ziemlich angeschlagen und nach einer Runde mussten wir den stark fahrenden Jens ziehen lassen (Jens konnte leider den Laufpart nicht bestreiten, da er verletzt war). Dani und ich kassierten knapp 30 Sekunden und ich verpatzte dann den Wechsel komplett. Die daraus entstandene Lücke konnte ich dann auf dem ersten Kilometer wieder schliessen und danach meine Kräfte verwalten und den zweiten Tagessieg nach Hause laufen.


Der VMC Aarwangen bot erneut tolle Trainingsrennen mit komplett abgesperrter und sicherer Strecke sowie Zeitmessung per Chip.