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Montag, 4. Dezember 2017

Lachner Weihnachtslauf

Lange war es still hier auf meinem Blog. Viel zu lange, um ehrlich zu sein. Nach dem Lütschbach Duathlon war meine kleine Herbstsaison zu Ende und ich trainierte weiterhin nach Lust und Laune weiter. Was etwas légère klingt, war umso effizienter. Denn an Lust und Motivation für das Training mangelt es mir normalerweise nie. Dazu kamen noch ein paar herrliche Tage mit frühlingshaftem Wetter sowie auch Läufe und Radfahrten durch die tolle Winterlandschaft. Die Umfänge waren überschaubar, jedoch versuchte ich oftmals hohe Intensitäten reinzubringen. Ich fühlte mich ausgezeichnet und auch die Form entwickelte sich in die richtige Richtung. Just in der geplanten Ruhewoche vor dem Weihnachtslauf in Lachen meldete sich dann die hintere Oberschenkelmuskulatur und bereitete mir einiges an Kopfzerbrechen. So sollte der kurze Lauf über die 5.6 Kilometerlange Strecke nicht nur ein Formtest sondern auch ein Test für den Oberschenkel sein.

Der Renntag erwartete dann die Läufer mit kalten Bedingungen und einem neuen Start/Zielgelände. Das Starterfeld war gut besetzt, da auch einige Athleten des Zentralschweizerischen OL-Nationalkaders anwesend waren. Pünktlich um 17.00 erklang dann der Startschuss und ich setzte gleich einmal auf die Karte agieren anstatt reagieren. So führte ich das Rennen auf den ersten 500 Metern an und konnte mich so in den engen Passagen aus den Positionskämpfen heraushalten. Die erste der 4 Runden passierte ich dann in einer dreier Spitzengruppe, wobei ich kurz darauf abreissen lassen musste. Auf der langen Gerade entlang der Seepromenade büsste ich dann nochmals 2 Positionen ein und somit war ich nun alleine an der 5 Position laufend. Von hinten drohte keine Gefahr mehr und auch nach vorne schien der Zug abgefahren zu sein. Somit musste ich auf den verbleibenden drei Runden alleine für ein hohes Tempo sorgen. Dies gelang mir erstaunlich gut und so konnte ich den soliden 5. Rang ins Ziel bringen zusammen mit einer neuen PB auf dieser Strecke. Das Podest war heute ausser Reichweite, zu stark waren die OL-Läufer. Glücklicherweise bereitete auch mein Oberschenkel keine Probleme und so darf ich auf einen gelungenen Formtest zurückblicken.


Anbei noch ein paar Impressionen aus dem Wintertraining




Montag, 30. Oktober 2017

Sieg am MTB Duathlon in Lütschbach!

Nach dem MTB Duathlon Aeschi fiel mir der wiedereinstieg ins Training alles andere als leicht. So entschied ich mich für einen zusätzlichen Ruhetag am Donnerstag um die Erholung nicht zu vernachlässigen. Daneben trainierte ich aber auf sehr hohem Level was den Umfang sowie vor allem auch die Intentsität betraf. Den letzten schönen Tag nutze ich dann um mit dem Rennrad auf die Rigi zu fahren. In Zahlen hiess das knappe 10 Kilometer mit rund 1200 Höhenmetern. Teilweise war die Strasse nicht einmal mehr asphaltiert und über 20% steil. Innerlich verfluchte ich mich für diese Idee, da am Sonntag der Lütschbach Duathlon auf dem Programm stand. Umso gespannter war ich, wie ich diesen Effort von rund einer Stunde mit durchschnittlich 273 Watt (bei 63 Kilogramm Körpergewicht) verkraften konnte. 

Das Wetter war dann am Sonntag wie angekündigt regnerisch und kalt. Bei der gemeinsamen Streckenbesichtigung regnetet es zu Beginn noch ordentlich und es brauchte meinerseits einiges an Überwindung um nicht im trockenen sitzen zu bleiben. Leider hatte das schlechte Wetter auch Auswirkungen auf das Teilnehmerfeld und so fehlten einige der gemeldeten Athleten. Pünktlich zum Startschuss stoppte dann der Regen doch noch und zusammen mit Stefan Ulrich konnte ich mich gleich zu Beginn der 2.5 Kilometer langen Lauftstecke absetzen. Trotz der Vorbelastung fühlte ich mich ausgezeichnet und nach einem soliden Wechsel auf das Bike konnte ich mich entscheidend absetzen. Im Wald war es angenehm trocken und die Strecke bereitete mir grossen Spass. Technisch gut machbar und trotzdem liessen die verschiedenen Abschnitte Cross Duathlon feeling aufkommen. Dank meiner Überlegenheit auf dem Bike musste ich auf dem abschliessenden Lauf nicht mehr an mein Limit gehen und konnte auch die zweite Austragung des MTB Duathlons in Lütschbach nach gut 45 Minuten für mich entscheiden. Mit diesem Wettkampf geht nun auch meine kleine Herbstsaison erfolgreich zu Ende. Obwohl die Form immer noch sehr gut ist freue ich mich auf einen Monat Training ohne jedes Wochenende mit einem Wettkampf verplant zu haben.

Ein grosses Dankeschön geht wiederrum an Thomas Lienert und seine Familie für die Organisation und die anschliessende Verpflegung aller Athleten!

Montag, 23. Oktober 2017

Geglückte Titelverteidigung am MTB Duathlon Aeschi!

Schon früh in diesem Jahr bekam ich von den Organisatoren die Einladung für die 21. Austragung des MTB Duathlons in Aeschi. Für mich war sofort klar, dass ich meinen Titel aus dem Vorjahr verteidigen wollte. Das Rennen geniesst in der Region einen hohen Stellenwert und wird mit viel Herzblut organisiert. Zudem darf die Bike Strecke auch noch wirklich als solche bezeichnet werden, was immer mehr zur einer seltenheit wird in der Schweiz. 
Leider erfolgte dann der Wetterumschwung just auf den Renntag und zusammen mit den Temperaturen fiel kurzzeitig auch meine Motivation in den Keller. Glücklicherweise beruhigte sich die Lage schnell wieder und auch von oben kam kurzzeitig kein Wasser mehr herunter. Das Starterfeld war fast identisch besetzt wie im Vorjahr und so erwartete ich ein enges Rennen um den Tagessieg.

Auftaktlauf (5 Km, 120 Hm)
Wie bereits im letzten Jahr wurde enorm schnell gestartet, wobei ich mich auch diesesmal nicht aus der Ruhe bringen liess. Das Feld zog sich schnell in die Länge und auf der ersten rutschigen Wiesenpassage setzte sich ein Athlet bereits früh ab. Zusammen mit Vanderperren lief ich stets knapp 30 Meter dahinter. Vanderperre zeigte sich in einer ausgezeichneten Form und ich war froh darüber, da ich nicht alleine das Tempo hochhalten musste, um die starken Biker um Gerber und Perrin zu distanzieren. Dank einem perfekten Wechsel konnte ich bereits in der Wechselzone die Lücke zum Leader schliessen und die Wechselzone als erstes verlassen. 

Bike (21 Km, 560 Hm)
Vor der Bikestrecke hatte ich am meisten respekt. Ich bin sehr wohl ein exzellenter Techniker und die Form war gemäss den letzten Trainings sehr gut, jedoch war ich mir auch um die Stärke der Gegner bewusst. Dazu kam, dass Gerber einen hervorragenden ersten Lauf hatte mit nur ca. 20 Sekunden Rückstand. Vanderperre brauchte über eine halbe Runde um zu mir aufzuschliessen und von nun an waren wir wie im Vorjahr gemeinsam unterwegs. Dazwischen gab es noch ein paar brenzlige Situationen auf den schlammigen Passagen, wobei ich mich mit viel Können (und Glück) aus der Affäre zog. Immer wieder schweifte mein Blick nach hinten, um jeden Moment den heranstürmenden Gerber zu sehen. In der ersten Runde war dies noch nicht der Fall und somit war mein erstes Teilziel bereits erreicht. Zusätzlich wurden meine Beine immer besser. In der höllisch steilen Rampe konnte ich mich vor Vanderperre behaupten und bog dann als erstes in den Singletrail der Traverse ein. Noch immer drohte von hinten keine Gefahr und wie es den Eindruck machte, waren wir zügig unterwegs. Auf den letzten Kilometern waren wir uns dann sicher, dass niemand mehr von hinten aufschliessen würde und der Sieg zwischen uns ausgemacht werden würde.

Abschlusslauf (5 Km, 120 Hm)
Wiederrum erwischte ich einen super Wechsel und konnte als erstes die Wechselzone verlassen. Ich wollte die kleine Lücke sofort nutzen, die Beine fühlten sich top an und so wollte ich den möglichen Zweikampf gleich im Keim ersticken. Vanderperre war nicht mehr zu sehen und ich war etwas verduzt darüber. Erst im Ziel erfuhr ich, dass er Probleme mit seinen Bikeschuhen hatte und so enorm viel Zeit einbüsste. Mein Vorsprung war somit komfortabel und so konnte ich schlussendlich einem ungefährdeten Sieg entgegenlaufen!

Nach 2016 konnte ich bei schwierigen Verhältnissen erneut den Tagessieg einfahren. Am kommenden Wochenende folgt mit dem Lütschbach Duathlon ein weiterer Wettkampf.



Montag, 4. September 2017

Würdiger WM - Auftritt: Rang 18 im Elite Feld!

Obwohl die Saison bereits im März begann, war ich noch immer sehr motiviert für den letzten Wettkampf der Saison. Ich fühlte mich ausgezeichnet in der Vorwoche und es schien alles zu passen. Ich schaffte es gesund an die Startlinie, was eigentlich eine der wichtigsten Voraussetzungen für ein gutes Rennen ist. Zudem verspürte ich keinen Druck nach einer für mich erfolgreichen Saison. Auch das Wetter schaffte rechtzeitig den Turnaround und somit stand einem gelungenen Wettkampf nichts mehr im Weg.
 
Auftaktlauf, 10Km, hügelig (Offiziell 9.2Km):
 
Pünktlich um 9.00 Uhr startete das grosse Elite Feld (31 Athleten) auf die zwei Laufrunden. Ich fühlte mich sehr gut und konnte eine hohe Pace anlaufen. Einige Athleten büssten für die schnelle erste Runde und so konnte ich in der Folge nochmals einige Plätze gut machen. Mit einer Zeit von knapp über 32 Minuten war ich so schnell wie nie zuvor und musste trotzdem nicht all out laufen. Somit konnte ich in der Verfolgergruppe auf die Radstrecke wechseln und war gut im Rennen.
 
Radpart, 150Km, 1800Hm:
 
Schnell formierte sich eine schlagkräftige Gruppe mit Widmer sowie Paonne und ich war mir bewusst, dass dies der Zug sein würde, welcher mich ganz nach vorne bringen würde. Die Pace war hoch, jedoch konnte ich ohne Mühe folgen. Bis zur Richetaler Höhe klappte dies wunderbar bis 2 Athleten vor mir das Loch aufgehen liessen und ich in der Abfahrt aufgrund mangelnder Gänge das Loch nicht mehr schliessen konnte. Unglaublich ärgerlich, da ich nun praktisch auf mich alleine gestellt war. Als ich dann das zweite Mal kurz vor dem Aufstieg zum Berüchtigten Bodenberg war, schlossen endlich weitere schnelle Athleten auf. Mit Ryter, Vatter, Lee und Retzlaff bekam ich altbekannte Unterstützung und war froh um ein wenig Unterhaltung. Leider wurde teilweise sehr unrhythmisch gefahren und viele Athleten der Short Distance waren nun auch auf der Strecke unterwegs. Unsere Gruppe war teilweise bis zu 12 Mann gross, wobei es mit den Abständen nicht sehr genau genommen wurde. Ich hätte mir gewünscht, dass öfters ein Schiedsrichter anstelle des Fotografen bei uns aufkreuzte...
Als wir dann das 3 Mal die Richetaler Höhe passierten musste ich ordentlich in den roten Bereich und mir war bewusst, dass ich auf keinen Fall abfallen darf. Gleiches galt für den Bodenberg. Wie oft hatte es mich dort in den Vorjahren schon parkiert, kletterte ich in diesem Jahr schon fast spielend die steile Rampe hoch. Die Verpflegung klappte einwandfrei und so konnte ich mich schon langsam mental auf den abschliessenden Lauf vorbereiten. Mit einer neuen persönlichen Velobestzeit von 4 Stunden und 7 Minuten fuhr ich zum Zweiten Mal in die Wechselzone in Zofingen ein.
 
Abschlusslauf, 29.7 Km, ~500 Hm:
 
Aufgrund der Unwetter im Raum Zofingen wurde der zweite Lauf auf einer etwas anderen Lauftrecke durchgeführt. Nun ging es eine höllisch steile Rampe hoch und damit direkt auf den Heiteren. Zudem war die Strecke nun auch wirklich 30 Kilometer lang und nicht wie der alte Parcour 27.5 Kilometer. So waren 4 Runden à 7.5 Kilometer zu laufen, was vor allem für die Zuschauer ein Gewinn brachte, da sie die Athleten nun vermehrt zu sehen bekommen würden.
Ich nahm mir beim Wechsel die Zeit meine Schuhe zu schnüren und erhofft mir dabei mehr Komfort. Das Unterfangen kostete mich gute 30 Sekunden, was über eine Renndauer von gut 7 Stunden zu verkraften ist. Bewusst verhalten lief ich an, da ich nicht wie so oft einbrechen wollte. Die erste Runde ging den Umständen entsprechend gut vorüber und die Zuversicht wuchs. Leider baute ich dann von Runde zu Runde etwas ab und so war der Sprung nach vorne nicht mehr möglich. So kämpfte ich mich nach 7 Stunden und 3 Minuten als 18. des ITU Elite Feldes über die Ziellinie.
 
Schlussendlich darf ich zufrieden mit meiner Leistung sein. Die letzten Jahre hätte dies locker für die Top 10 gereicht. Ich werde lieber nur 18. in einem starken Feld als 10. bei einem mittelmässigen. Durch die neue Streckenführung kann man ca. 10 bis 12 Minuten abziehen um die Zeit mit den Vorjahren vergleichen zu können. Zudem ging mein Verpflegungskonzept endlich einmal auf der Langdistanz in Zofingen auf. Mit etwas mehr Rennglück kann die Spitzengruppe in Zukunft auf dem Rad erreichbar sein und ich werde an meinem Defizit im 2. Lauf arbeiten. Zuerst ist es aber Zeit für eine Pause um dann wieder voll durchstarten zu können. Die Pause mit möglichst wenig Sport wird zugleich die grösste Herausforderung für mich werden.

Vielen Dank an meine Familie, meine Freundin, Jens, ex Nati Coach Simon und allen anderen, welche mich an diesem Tag so tatkräftig Unterstützt haben und sehr viel an einen tollen Event beigetragen haben.



 

 

Sonntag, 20. August 2017

Podium am Shilseelauf

Etliche Jahre war es her, als ich das letzte Mal am Sihlseelauf über 14.7 Kilometer teilnehmen konnte. In diesem Jahr passte es endlich wieder einmal und ich nutze die Chance gleich für einen Formtest nach dem Höhentrainingslager im Engadin. Da ich sehr oft in der Region um den Sihlsee trainiere und zudem viele Leute kenne, ist es schon fast ein Heimrennen für mich. Zugleich war es eine sehr schöne Gelegenheit meinen regionalen Sponsoren und Gönnern etwas zurückzugeben und Werbung in eigener Sache zu machen. Diese Ausgangslage sorgte für eine grosse innerliche Anspannung und ich war wohl um einiges Nervöser als an anderen wirklich wichtigen Rennen. Das Training lief gut und trotzdem kamen immer wieder leichte Zweifel über meine Verfassung auf.
 
 
 
Der Start erfolgte dann am Samstag pünktlich um 10.00 Uhr und nach einigen Positionskämpfen konnte ich mich in der Spitzengruppe platzieren. Nach knapp 3 Kilometer im ersten kleinen Anstieg teilte sich dann die Spitzengruppe auf und der spätere Sieger setzte sich leicht ab. Dahinter konnten nur Schilter und ich den Anschluss halten. Ich fühlte mich ausgezeichnet und war dazu bedacht, die Lücke nach vorne nicht zu gross werden zu lassen. In der Wiesenpassage Richtung Egg hinunter verlor ich kurzzeitig den Anschluss an Schilter, da ich nicht gewillt war zu viel zu riskieren. Die Lücke war schnell geschlossen und zusammen ging es in Richtung Viadukt. Leider war mein Mitläufer nicht gewillt mit mir Zusammenzuarbeiten und mit unzähligen Rhythmus Wechseln wurde die Lücke nach vorne zunehmend grösser. Bei Kilometer 10, knapp in der Mitte des Viadukts musste ich im dümmsten Moment reissen lassen und verlor den Anschluss an Rang 2. Auf dem Singletrail artigen Seeweg zurück nach Einsiedeln hatte ich zwar stets Sichtkontakt, konnte aber die Lücke nicht mehr schliessen. Da von hinten keine Gefahr mehr drohte konnte ich den letzten Kilometer doch noch etwas geniessen und mich über eine tolle Zeit sowie den 3.Rang (2.Rang Kategorie) freuen.
 
 
 
Somit war der Sihlseelauf ein gelungener Test und ich konnte meine Zeit um gut 10 Minuten verbessern ;-) Die schöne und anspruchsvolle Streckenführung mit einigen Aufstiegen sowie vielen Naturstrassen ist zudem ein weiterer Grund für einen Start. Nun folgen noch die letzten Trainings im Hinblick auf den Powerman Zofingen am 3. September.
 
 
 
 
 

Sonntag, 6. August 2017

Geglückter Start ins Trainingslager

Gestern Mittag angereist, kurz eingerollt und die Wohnung nahe der Leichtathletikanlage in St. Moritz bezogen, stand heute um 9.00 Uhr bereits der St.Moritz Duathlon auf dem Programm. Am Anreisetag noch herrliches Sommerwetter, war heute das komplette Gegenteil angesagt. Umso besser präsentierte sich dafür die Startliste mit nahezu allen starken nationalen Duathleten sowie einigen guten Ausländern, welche ebenso hier im Trainingslager verweilen. Ich war gespannt was meine Form nach dem Gigathlon über die doch eher kurze Distanz von 6k/20k/6k hergeben würden und welchen Einfluss der Höhenunterschied auf meinen Körper hat.
 
 
 
Auftaktlauf (6.2 Kilometer, sehr coupiert)
Die Spitze mit den ganz starken Läufern zog bereits nach wenigen Metern davon und ich fand mich in der Verfolgergruppe wieder. Vor allem am Berg fand ich schnell einen guten Rhythmus und konnte die Pace hochhalten. Die wunderschöne Runde, welche kaum Asphalt enthielt, verlangte uns Athleten einiges ab und ich war erleichtert, als ich nach gut 23 Minuten aufs Rad wechseln konnte.
 
Velo (20 Kilometer, eher flach)
Dank einem mehr oder weniger geglückten Wechsel fand ich mich alleine auf der Verfolgung von Zehnder und dem Südafrikaner Cunnaman. In den kurzen Wellen kam ich ihnen nahe, büsste aber auf der Fläche die gewonnenen Meter wieder ein. Als ich auch in der kurzen Rampe nach Pontresina den Rückstand nicht zufahren konnte, stoppte ich in der Abfahrt nach Samedan mein Unterfangen, die Lücke zu schliessen und weiter Pulver zu verschiessen. Im nachhinein hätte ich den Versuch vielleicht doch wagen sollen, die Lücke im Anstieg mit vollem Einsatz zu schliessen und danach mit ihnen mit zurollen. So gesellten sich dann nach etwas mehr als der Hälfte Widmer sowie Wermelinger dazu und wir absolvierten gemeinsam den Rest der Strecke. Leider war durch das Wetter sowie die gleichzeitig durchgeführte Alpenchallenge sehr viel Verkehr auf der Strecke unterwegs, was zu einigen heiklen Situationen führte. Somit war ich schon froh, alles gut überstanden zu haben.
 
Abschlusslauf (6.2 Kilometer, sehr coupiert)
Die abschliessende Lauf war identisch mit dem Auftaktlauf. Zusammen mit Widmer hielt ich die Pace entlang dem St.Moritzersee hoch und konnte mich dann in den Steigungen vor ihm platzieren. Über die restlichen 4 Kilometer folgte nun ein regelrechter Schlagabtausch. Im coupierten Teil setzte ich mich um einige Meter ab, konnte aber nie eine richtige Lücke von mehr als 5 Meter aufreissen. Bergab büsste ich diesen Vorsprung wieder ein und auf dem folgenden Trail musste ich wiederum etwas reissen lassen. Auf der letzten kurzen Steigung vor dem Wanderweg in Richtung Ziel konnte ich die Lücke nochmals schliessen und nun war ich mir sicher, dass ich das Duell um den 6. Rang gewinnen würde. Widmer hielt nun die Pace hoch und eingangs der Leichtathletikbahn setze ich nochmals einen drauf und riss eine Lücke, welche auf den abschliessenden 300 Meter auch nicht mehr geschlossen werden konnte. Die Revanche für den Gürbetaler war somit geglückt.
 
 
 
Der 6. Rang in diesem starken Feld bestätigt mir das gute Gefühl der letzten 2 Wochen. Ich scheine mich langsam erholt zu haben von den Gigathlon Strapazen und blicke zuversichtlich auf die kommenden Trainingstage hier im Engadin. Spannend ist auch zu sehen, dass doch noch etwas Speed vorhanden zu sein scheint für die kurzen Rennen. Dies ist nicht verkehrt, auch wenn in Zofingen andere Qualitäten stärker gewichtet sein werden.
 
Vielen Dank für den Support von aussen und die vielen netten Zurufe im Wettkampf!
 

Montag, 10. Juli 2017

Gigathlon Zürich: Total Gaga!

Ich freute mich bereits in der Vorwoche unglaublich auf mein grosses Saisonziel und konnte somit den Start kaum abwarten. Obwohl die Vorbereitung nicht immer ideal verlief war ich sehr zuversichtlich gestimmt und versuchte mich bestmöglichst zusammen mit meinen Supporter für dieses Abenteuer zu organisieren, damit an diesem Wochenende alles reibungslos klappen würde.
 
Am Samstag ging es pünktlich bereits um 5.00 Uhr los mit dem City Trailrun. Die einzelnen Etappen kurz Zusammengefasst für die interessierten:
 
City Trailrun (12Km)¨
Ich startete bewusst verhalten in der Dunkelheit und der Kurs forderte uns mit den vielen Richtungswechseln und Stufen bereits stark. Etwas langsamer als erwartet erreichte ich die erste Wechselzone mit wenig Rückstand unter den ersten 10. Der Tag war ja noch lange!
 
Schwimmen (3Km)
Das erste Mal Wettkampfmässig schwimmen mit gerade einmal 35 Trainings im Pool und See. Der Wechsel klappte optimal und im Wasser kämpfte ich dann zu Beginn mit der Orientierung. Meine Leistung war dann besser als angenommen und so konnte ich mit grosser Erleichterung dem Zürichsee unter einer Stunde entfliehen.
 
Rad (80Km)
Ich brauchte doch gut 30 Kilometer, bis ich mich langsam wohl fühlte. Die Spitze war dabei in so einem horrenden Tempo unterwegs, dass ich mich schon sehr früh auf meine eigene Pace konzentrieren musste. Gegen Ende fand ich in einer guten Gruppe Unterschlupf, bis mich ein Platten 6 Kilometer vor dem nächsten Wechsel wiederum um einige Minuten zurückwarf. Vielen herzlichen Dank dabei an den fremden Helfer!!!
 
Laufen (18Km)
Kurze Verpflegung bei meinem Vater und mit dem Rucksack ging es auf die coupierte Strecke rund um Uster in der brütenden Hitze. Die ersten 8 Kilometer liefen top, danach wurde es zum Kampf gegen die hohe Temperatur. Die letzten 3 Kilometer wurden somit brutal zäh und meine Beine gaben bereits nicht mehr viel her...
 
Bike (59Km)
Mein Vater konnte mich zum Glück weiter Motivieren in der Wechselzone mit einem überschaubaren Rückstand auf die Spitze. Mit dem Crossvelo wollte ich nun noch das letzte Teilstück in Angriff nehmen. Bereits nach gut 8 Kilometer wurde ich dann so richtig von Krämpfen heimgesucht, welche ich bis kurz vor dem Ziel auch nicht mehr losbekam. Leider hatte ich im dümmsten Moment keine Salztabletten mehr und somit musste ich etliche Passagen zu Fuss absolvieren oder sogar kurze Pausen einlegen. Eine Familie in der nähe der ETH war gerade beim Mittagessen, als ich ihnen ein paar Chips sowie Apfelschorle abschwatzen konnte. Sogar Würste wollten sie mir anbieten, auf welche ich aber freundlicherweise verzichtete. Mental war ich bereits so gebrochen, dass ich nicht mehr mit dem Finish am heutigen Tag gerechnet habe. Umso erleichterter war ich, als ich nach über 9 Stunden doch noch die Ziellinie überqueren durfte.

Mein Ziel mit weniger als 1 Stunde Rückstand den Samstag zu beenden, um am Jagdstart teilnehmen zu können, habe ich um 13 Minuten verpasst. Trotz den zahlreichen Problemen war ich auf zwischenrang 20 platziert und machte mir dabei bewusst, dass immer noch einiges möglich sein kann mit einem guten Tag am Sonntag. Ich war überrascht, dass der Rückstand nicht grösser war und schlussendlich gab dies wohl auch den Ausschlag, die regenerativen Massnahmen einzuhalten und mich nochmals an die Startlinie zu wagen.

Am Samstag im Ziel bekam ich sofort meinen Regy Shake und meine Beine wurden mit Tiefkühlspinat gekühlt. Zu Hause genoss ich ein kurzes Eisbad und darauf noch eine Massage. Die Nahrungsaufnahme wurde zur Qual und ich musste mich richtiggehend zum Essen zwingen. Bereits kurz nach 20.00 lag ich dann bereits zerstört im Bett. Immer wieder redete ich mir ein, dass es den anderen auch nicht besser gehen würde.

Nach knapp 8 Stunden Schlaf durfte ich wieder aufstehen und mein Körper war gezeichnet von den Strapazen. Da über die Nacht einige Gewitter über Zürich zogen, war für einige Zeit unklar, wie es mit dem Schwimmen zum Auftakt aussehen würde.

Schwimmen (3Km)
Ich hatte grossen Respekt vor dem Massenstart und prompt wurde ich nicht enttäuscht. Viele Schläge und Tritte durfte ich einstecken und die erste Runde war ein richtiger Kampf. Die unruhige See sorgte für ein paar zusätzliche Schlücke Seewasser und ich war Heilfroh, als ich das Wasser nach knapp 53 Minuten wieder verlassen konnte. Wiederrum eine sehr solider Leistung sowie die Gewissheit für lange Zeit keine Schwimmbrille mehr anziehen zu müssen!

Laufen (19Km)
Auch heute wollten meine Laufbeine nicht richtig in Schwung kommen und ich mühte mich im 5 Minuten Schnitt ab. Schon früh musste ich in den Überlebensmodus schalten und konsumierte fleissig Salt Caps um Krämpfen vorzubeugen. Auch Bouillon war toll, wobei ich gleich mehrere Becher in mich reinschüttete. Ich durfte einige schöne Bekanntschaften auf der Strecke machen und war heilfroh, als ich nach einer Ewigkeit die Wechselzone in der Allmend erreichte.

Rad (104Km)
Für diesen Abschnitt in meine Trainingsregion war ich besonders motiviert. Den Albispass hinauf fand ich einen guten Tritt und auch danach lief es rund. Ich war plötzlich wie ausgewechselt und bis Biberbrugg lief alles wie am Schnürchen. Um den Sihlsee war ich lange Zeit alleine für die Pace besorgt, bis eine starke Gruppe mit vielen Team Athleten aufschloss. Rasant ging es der Seestrasse entlang zurück in die Allmend und in mir keimte langsam etwas Hoffnung auf, doch noch einen versöhnlichen Abschluss zu erzielen.

Bike (63Km)
Auch auf dem Bike fand ich schnell den Tritt und so konnte ich vor allem am Berg eine hohe Pace fahren. Immer noch war ich sehr bedacht die Salzzufuhr hoch zu halten um nicht wieder mit Krämpfen im Strassenrand zu Enden. Die Temperaturen waren glücklicherweise etwas tiefer im Vergleich zum Vortag. In Sihlbrugg machte ich dann noch mit dem Asphalt im Kreisel Bekanntschaft, was aber keine grossen Folgen nach sich trug. Schob ich am Samstag mein Quervelo häufig den Berg hinauf, konnte ich heute alles durchdrücken.

City Trailrun (12Km)
Der Abschliessende Lauf war etwas weniger technisch im Vergleich zum Samstag und endlich meldeten sich auch meine Laufbeine wieder zurück. Ich hatte ein tolles Gefühl und konnte von Beginn bis zum Schluss nochmals richtig pushen.

Schlussendlich erreichte ich nach über 19 Stunden und 30 Minuten das Ziel überglücklich als 16. Single Athlet. Spekulationen was ohne den miserablen Tag auf dem Bike am Samstag möglich gewesen wäre, lasse ich getrost beiseite. Schlussendlich zählte nur noch das Beendigen. Ein tolles Erlebnis war der Gigathlon 2017 allemal, auch wenn ich mir Resultatmässig mehr erhofft habe. Eigentlich ist es sowieso total bescheuert sich so etwas anzutun. Vielen Dank an meine Betreuer und an alle welche mich auf dem Weg Unterstütz haben!!!



 

Montag, 29. Mai 2017

Powerman Ulm

Nach dem schlechten Abschneiden an der EM war meine Motivation nicht sehr gross um einen weiteren Auslandwettkampf zu bestreiten. Zudem erholte ich mich eher schlecht als recht von der Belastung und an geregeltes Training war die Woche hindurch nicht zu denken. Am Mittwoch holte ich mir dann noch einen fürchterlichen Muskelkater vom Fussballspielen, da ich mir die Bewegungen schlicht nicht mehr gewohnt war. Da auch die Zeit bis hin zum Gigathlon immer rarer wird, raffte ich mich dazu auf, am Donnerstag noch die Rennvelostrecke zu besichtigen. Spätestens da stellte mir mehrmals die Frage, wie ich am Sonntag einen 4 Stündigen Wettkampf gescheit über die Bühne bringen soll....
 
Da ich schon angemeldet war und zusammen mit Martin Ryter den Wettkampf fix einplante, gab es dann am Samstag Morgen kein zurück mehr und wir reisten ins 2.5h entfernte Ulm. Startunterlagen abholen, die perfekt ausgeschilderte Radstrecke abfahren, Hotel suchen (war gar nicht so leicht) und dann eine grosse Pizza verdrücken sowie noch etwas relaxen war am Samstag das Programm.
 
 
1. Lauf (9.7Km)
Pünktlich um 9.30Uhr wurden wir im Donaustadion auf die mehrheitlich flache Laufstrecke geschickt. Köhler und Zehnder setzen sich sogleich ab und dahinter formierte sich eine Verfolgergruppe mit Wetzel, Knossalla, Widmer, Ryter sowie meiner Wenigkeit. Ich hielt mich stets im Mittelfeld oder am Ende der Gruppe auf und wir liefen eine angenehme Pace von knapp 3.30min/km. Kurz nach Kilometer 7 musste dann Wetzel abreissen lassen und auch ich hatte phasenweise Mühe mit dem Rhythmus, wusste aber das ich die Gruppe unbedingt halten musste. Gegen Ende des ersten Laufes liess auch noch Widmer eine kurze Lücke offen und so wechselten wir auf Position 3 bis 5 auf das Rad.
 
Rad (75Km/800Hm)
Auf dem Rad formierte sich schnell eine Vierergruppe, wobei der Triathlon Profi Knossalla nicht lange fackelte und das Tempo derart anzog, dass keiner ihm auf der Fläche nur ansatzweise folgen konnte. Somit waren wir bis Kilometer 25 eine schweizer Truppe mit Ryter sowie Widmer, welche bereits nach kurzer Zeit Gesellschaft von Retzlaff bekam. Dieser hatte sein Handicap vom Auftaktlauf bereits gut gemacht und ballerte gleich weiter. Mit aller grösster Mühe konnte ich den Anschluss halten und rettete mich über die erste Runde auf die nahenden flachen 15 Kilometer. Permanent vom Schiedsrichter auf dem Motorrad begleitet konnte ich mich nun in korrektem Abstand ein wenig erholen und mich von der Gruppe ziehen lassen. Am Aufstieg zur Kirche war es dann um mich geschehen und ich liess die anderen ziehen um nicht bereits jetzt hoch zu gehen. Die Abstände auf meine Schweizer Kollegen waren mit 2 Minuten bzw., 1 Minute noch im Rahmen für den abschliessenden Lauf.
 
 
 
2. Lauf (19.3Km)
Bewusst kontrolliert verliess ich die Wechselzone und war erfreut über meine Beine. Sofort nutze ich jede Gelegenheit um meinen Körper zu kühlen an den zahlreichen Wasserstellen welche entlang der Donau platziert waren. Vor mir hatte ich Widmer im Visier und ich näherte mich ihm in kleinen Schritten stetig. Exakt bei Kilometer 11 hatte ich schon fast aufgeschlossen, als ich das Tempo etwas drosseln musste. Kilometer 13 bis 17 wurden dann brutal hart und meine Pace wurde nochmals langsamer. Nach einer kurzen Pinkelpause konnte ich mich nochmals sammeln und die letzten 2 Kilometer ohne grössere Schwierigkeiten durchlaufen. Dies war auch bitter nötig, da der Brite Ellis nochmals bedrohlich näher kam! Den 7. Rang Overall liess ich mir nicht mehr nehmen und überquerte total erschöpft die Ziellinie nach 4 Stunden 6 Minuten.
 
Fazit:
Trotz der Vorbereitung bin ich zufrieden mit dem Wettkampf. Bis auf den abschliessenden Lauf wusste ich zu überzeugen und auch meine Verpflegung funktionierte nahezu perfekt. Zudem konnte ich erstmals an einem internationalen Powerman in die Top 10 vorstossen, was mir bisher jeweils knapp verwehrt blieb.
Der Event war perfekt organisiert und liess keine Wünsche offen. Gleiches gilt für das wunderschöne Ulm an der Donau. Die Strecke wurde perfekt abgesperrt, Verpflegungstellen ideal platziert, zahlreiche Zuschauer am Streckenrand rundeten das tolle Wochenende ab. Einer der wenigen Powermans welche die Reise wert sind! Für mich ist nun das erste drittel der Saison abgeschlossen und ich schalte in der kommenden Woche einen Gang runter und konzentriere mich auf die Prüfungen. Danach gilt der Fokus voll auf dem Gigathlon, welcher auch nicht mehr allzu weit entfernt ist.
 
 
 
 
 
 

Dienstag, 23. Mai 2017

Schwacher Auftritt an der EM in St.Wendel

Nach der topfebenen Strecke vom letzten Jahr in Dänemark wartete in St.Wendel (Deutschland) eine sehr coupierte Strecke auf die Athleten. Daher war meine Zielsetzung und Erwartungen an meinen zweiten EM-Auftritt um einiges höher.
 
Zusammen mit meiner Freundin reiste ich am Samstag morgen an und so konnte ich noch kurz einen Augenschein von der Rad- sowie der Laufstrecke nehmen. Den Abend liessen wir zusammen mit dem späteren Europameister Felix Köhler sowie Sebastian Retzlaff mit einem guten Abendessen den Tag ausklingen.
 
 
1. Lauf (10.5Km/200Hm)
Nach dem ersten flachen Kilometer wurde das Feld wie erwartet gesprengt an der ersten kurzen Steigung. Ich ordnete mich hinten ein und fand schnell meine Pace. Zusammen mit Marc Widmer absolvierte ich die beiden anspruchsvollen Laufrunden in einem kontrollierten Tempo. Der Abstand auf die Spitze war mit über 3 Minuten schon gewaltig, jedoch hoffte ich darauf, dass viele Athleten der anspruchsvollen Streckenführung im weiteren Verlauf noch Tribut zollen müssen.

Velo (63Km/900Hm)
Der Wechsel verlief nach Plan und ich fuhr für kurze Zeit mit Marc mit. Leider fehlte mir der Mut um an ihm dran zu bleiben. So absolvierte ich nahezu die ganze Strecke alleine, was klar ein Nachteil war. Ich hatte wohl zu viel Respekt vor dem zweiten Lauf, was mich auf dem Rad hemmte. Die Quittung bekam ich mit einer sehr schwachen Radzeit und einem noch grösseren Rückstand in T2.


2. Lauf /10.5Km/200Hm)
Die Beine waren bereits angeschlagen und ich brauchte einige Meter um meinen Rhythmus zu finden. Danach lief es und ich konnte noch einige Positionen nach vorne gut machen. Leider war ich bereits so weit abgeschlagen, dass sich dies nicht mehr gross resultatmässig auszahlte. Schlussendlich erreichte ich den 18. Rang im Elitefeld mit knapp 15 Minuten Rückstand auf den überragenden Sieger Felix Köhler.


Fazit:
In einem der besten internationalen Felder der letzten Duathlon Europameisterschaften war ich in allen belangen chancenlos. Vor allem die Radleistung war eine riesen Enttäuschung, da habe ich sicherlich mehr drauf. Der Körper schmerzt noch immer etwas von der Belastung und ich versuche mich nun bestmöglichst zu erholen um bereits am nächsten Sonntag am Powerman Ulm (10Km/80Km/20Km) wieder anzugreifen.

 
 
 

Montag, 8. Mai 2017

Duathlon Rheinfelden

Nach dem Rheintalduathlon hatte ich das Gefühl, dass ich ohne Ruhetag das Training weiterziehen kann, da ich in der Vorwoche nicht wirklich viel trainierte. Leider ging diese Entscheidung eher nach hinten los und ich hatte Mühe im Training etwas gescheites zu produzieren. Das grässliche Wetter trug den Rest dazu bei und bis auf den Freitag regnete es praktisch täglich. Das tolle Wetter am Freitag nutze ich dann aber um einen Laufabschnitt des Gigathlons in Zürich zu besichtigen. Nach und nach versuche ich möglichst viele der Strecken kennen zu lernen, da ich mir durch dies einen kleinen Vorteil erhoffe. Die Woche wollte ich dann am Sonntag in Rheinfelden mit dem Duathlon der Baden Württembergischen Meisterschaft über 5Km/42Km/10Km ausklingen lassen.
 
Leider regnete es dann am Renntag erneut und meine Motivation für den doch eher längeren Wettkampf hielt sich in Grenzen. Wenigstens waren die Temperaturen noch knapp im Zweistelligen Bereich.
 
1. Lauf (5. Km)
Ausser meiner zwei Duathlon Kollegen Felix Köhler und Sebastian Retzlaff waren mir die restlichen knapp 60 gemeldeten Athleten nicht bekannt. Meine Beine waren zu Beginn noch ordentlich schwer und ich machte keine Anstalten, Felix zu folgen. Dies wäre sowieso nur für kurze Zeit möglich gewesen bei seiner hohen Pace (3.13min pro Km). Ich lief in einem zügigen Tempo an und war bald darauf mit einer kurzen Lücke alleine im Wind. Konstant wie ein Uhrwerk lief ich knapp unter einer 3.30min/Km Pace und erreichte die Wechselzone zum ersten Mal als 2.
 
Rad (42 Km)
Das ich die Strecke nicht wirklich kannte wurde mir bereits nach 800 Meter zum Verhängnis. Als es auf den Bürgersteig ging, war ich mir plötzlich nicht mehr sicher, ob ich einen Abzweiger verpasst habe. Als auch von hinten niemand kam, stoppte ich und drehte um. Auf einmal kamen dann einige Athleten entgegen und teilten mir mit, dass ich korrekt unterwegs war. Dies war ein weiterer Dämpfer, was zusammen mit dem strömenden Regen nicht wirklich für mehr Motivation und Zuversicht sorgte. Nach einer Runde war ich immer noch alleine auf der Verfolgung von Felix, als dann beim happigen Anstieg das unvermeidliche eintraf. Retzlaff schloss zu mir auf und distanzierte mich sogleich womit ich wieder alleine unterwegs war. Ich liess es allgemein sehr vorsichtig angehen und wollte kein unnötiges Risiko auf der nassen Strasse eingehen im Hinblick auf die EM in zwei Wochen. Glücklicherweise konnte ich die restlichen Verfolgen auf Abstand halten und erreichte die Wechselzone nach knapp 1 Stunde 14 Minuten als 3.
 
2. Lauf (10. Km)
Ich lief die ersten Kilometer sehr verhalten an, da ich zuerst meine Füsse wieder spüren musste. Zudem wusste ich, dass die Distanz nicht zu unterschätzen ist. Nach knapp 3 Kilometer konnte ich Sebi ein- sowie überholen und mich auf den 2. Rang vorschieben. Trotzdem war ich etwas beunruhigt, da sich hinter mir ein schnelles Verfolgergrüppchen formierte. Zudem macht mein Magen zunehmend Probleme und ich verzichtete auf zusätzliche Nahrungsaufnahme in Form eines Gels. Bei Kilometer 8 war ich mir ziemlich sicher, dass mir keine Gefahr mehr drohen würde. Trotzdem wurden die letzten 1.5 Kilometer nochmals hart, bevor ich als 2. ins Europa Stadion einlaufen durfte.
 
Fazit:
Nicht alles hat zusammengepasst aber das Resultat stimmte am Schluss. Der Rückstand auf dem Rad war sicher sehr gross, was jedoch auch etwas den Streckenkenntnissen sowie dem Wetter zuschulden kam sowie der Vorbelastung. Mein Magen bereitete mir auch noch nach dem Rennen grosse Probleme und ich habe noch nicht wirklich eine Erklärung dafür. Ich hoffe, dass es am kalt nassen Wetter lag und ich mich einfach nicht damit zurechtfinde über eine längere Renndauer. Der Wettkampf war toll organisiert und es bleibt zu hoffen, dass auch im nächsten Jahr wieder ein Duathlon über diese etwas längere Distanz auf dem selektiven Kurs stattfinden wird. Es gilt nun im Hinblick auf die EM noch ein paar Reize zu setzen um dann am 21 Mai in Topform am Start stehen zu können.
 
 

Montag, 1. Mai 2017

Solides Rennen am Rheintalduathlon

Der erneute Wetterumsturz sorgte dafür, dass gescheites Training im Hinblick auf das zweite Rennen der Eisenhorn Swiss Duathlon Serie im Rheintal nicht möglich war. Im Fokus stand die Erholung sowie eine schnelle kurze Laufeinheit um nochmals an Schnelligkeit für den doch sehr lauflastigen Wettkampf zu gewinnen. Dank des grässlichen Wetters schaffte ich es auch ganze 2 Mal ins Hallenbad, wobei ich mir am Beckenrand so unglücklich die Wade anstiess, dass ich fortan Schmerzen beim Laufen hatte. Ihr könnt erahnen wie es um meine Fähigkeiten im Becken steht, wenn ich es nicht einmal ohne "Unfall" verlassen kann...
 
Das Wetter zeigte sich dann am Wochenende von seiner gnädigen Seite und fast 350 Athleten fanden den Weg nach Marbach. Meine Motivation war nicht extrem hoch, da ich mir keine allzu grossen Chancen auf der schnellen und flachen Strecke ausmachte und viele exzellente Läufer gemeldet waren. Vermutlich trugen auch die Negativen Erinnerungen vom letzten Jahr auf der Radstrecke dazu bei.

 
1. Lauf, 4 Kilometer:
Selten wurde ein Rennen so langsam gestartet. Nach knapp 300 Meter war ich zuvorderst und drosselte das Tempo ohne das jemand etwas dagegen hatte. Nach der Verpflegungsstelle war es dann aber mit der Ruhe vorbei und es wurde attackiert. Ich brauchte eine Runde um ins Rennen zu finden und konnte fortan zusammen mit Trainingslager - Kollege Martin laufen. Da der Wind kräftig wehte, war es enorm wichtig vom Windschatten profitieren zu können. Ich büsste knapp 40 Sekunden auf die Spitze mit Köhler und Zehnder ein, dahinter waren die Abstände aber gering und noch alles offen.
 
Rad, 17 Kilometer:
Der Wechsel gelang perfekt und für mich gab es fortan nur eine Devise: Full gaz! Ich wollte alle starken Läufer möglichst kaputt fahren oder gar los werden, auch wenn ich selbst evtl. dafür auf dem 2 Lauf büssen würde. Wermelinger war nach der Hälfte der ersten Runde bereits gestellt und dahinter reihten sich Urfer, Ryter, Widmer sowie Bittner in fairen Abständen ein. Da ich alles von vorne fuhr, büsste ich gegen Ende der zweiten Runde etwas an Power ein und Bittner sowie Widmer konnten einige Sekunden herausfahren.
 
2. Lauf, 4 Kilometer:
Leider gelang mir der Wechsel nicht perfekt, da ich meine Schuhe nicht sofort fand. Somit war die Lücke zu Urfer bereits offen. Auch hier brauchte ich eine gute Runde um die Beine in Schwung zu bringen. Nach vorne ging nicht mehr viel und nach hinten konnte ich mich dank einem soliden Endspurt absichern und lief auf Rang 7. ins Ziel.
 
Fazit:
Meine Taktik ging nicht schlecht auf und mir gelang ein gutes Rennen mit einer zufriedenstellenden Platzierung in Anbetracht des Top Feldes. Eventuell hätte ich mir mit einer defensiveren Fahrweise auf dem Rad einen besseren zweiten Lauf ermöglichen können. Die Abstände waren sehr gering, was mich positiv für den weiteren Verlauf der Saison stimmt. Ein paar Prozentpunkte fehlen noch immer bis zur absoluten top Form, jedoch möchte ich diese auch erst Mitte Mai in St.Wendel.
 
 
 
 

Sonntag, 23. April 2017

Geglückter Auftakt in die Duathlon Saison

Eigentlich wollte ich vor dem Beginn des ersten Duathlons noch einen kurzen Bericht über die Vorbereitung verfassen, verwarf jedoch die Idee wieder, da ich mir nicht unnötig Druck aufladen wollte. Umso gespannter war ich, ob ich meine Leistung nun auch im Wettkampf abrufen kann.
Das spezielle Format rund um den Gürbetal Duathlon mit dem anspruchsvollen Zeitfahren über knapp 26 Kilometer gefolgt mit dem hügeligen Lauf gute 2 Stunden später über 7.7 Kilometer lag mir noch nie wirklich. Umso motivierter war ich, diesen Umstand zu korrigieren.
 
Zeitfahren:
Die ganze Woche war ich leicht von Magenproblemen geschwächt, welche mich glücklicherweise nicht behinderten am Wettkampftag. Ich startete schnell. Zu schnell? Die Beine drehten gut, die Wattwerte waren hoch und ich hatte ein gutes Gefühl. Volle Konzentration in der technischen Abfahrt um ja keinen Meter zu verschenken. Die zweite Runde wurde hart, jedoch konnte ich die angeschlagene Pace halten. Nun der komplette Einbruch? Die dritte und letzte Runde war zugleich die schnellste, obwohl ich in der Abfahrt noch durch ein Auto behindert wurde. Rang 7. mit knapp 47 Sekunden Rückstand auf die Bestzeit. Damit konnte ich sehr gut leben, da die Abstände sehr gering waren.
 
Lauf mit Jagdstart:
Welche Taktik war die richtige? Zurückhaltend starten oder gleich zu Beginn all out? Ich verliess mich auf mein Körpergefühl und lief zügig an, jedoch mit dem Hintergedanken noch ein paar Körner aufzusparen, sollte es hinten heraus hart werden. Und das würde es definitiv! Meine Laufform ist erstaunlicherweise nach einer intensiven Belastung besser, als in einem reinen Laufwettkampf (im Vergleich zu meinen Konkurrenten). Ich fand schnell einen hohen Rhythmus und konnte einige Plätze gut machen. Jedoch musste ich auch noch 2 Athleten von hinten passieren lassen was mich schlussendlich auf den guten 6. Rang Overall (3.Platz Kategorie) brachte.
 
Fazit:
Das Rennen war sehr eng enorm stark besetzt. Ich war überrascht über meine Leistung, da ich oftmals zweifelte in der Vorbereitung. Obwohl nicht alles optimal lief, scheint die Form nicht schlecht zu sein, vor allem im Hinblick auf die längeren Rennen.
 
Schlag auf Schlag geht es nun weiter mit dem Rheintal Duathlon am nächsten Sonntag im klassischen Duathlonformat. Dort wird das Radfahren eine untergeordnete Rolle spielen und ich hoffe sehr, dass es nicht wieder so eine "lutscherei" (Windschattenfahren) wie im letzten Jahr geben wird.
 
Neben dem befriedigenden Resultat war es cool viele (Duathlon)-Kollegen aus der Region wieder einmal anzutreffen und ein paar Worte auszutauschen.
 
 
 
 
 

Montag, 3. April 2017

GP Dübendorf

Einer der wenigen positiven Punkte meines Auftrittes an der 10er SM war, dass ich praktisch keine körperlichen Nachwehen hatte und das Training ohne grossen Unterbruch weiterziehen konnte. Die Grundlage schien also definitiv vorhanden zu sein. Mitte Woche holte mich jedoch die Müdigkeit ein und die Trainings wurden von Tag zu Tag zäher.
Somit war ich umso gespannter, was wohl auf der schwierigen Strecke über 10 Kilometer in Dübendorf möglich sein wird. Im letzten Jahr zeigte ich an gleicher Stelle ein tolles Rennen, an welches es anzuknüpfen galt.
Wie vergangene Woche startete ich sehr clever und fand bald in einem kleinen Grüppchen Unterschlupf. Dies war auch heute sehr wichtig, da der Wind kräftig wehte. Für die Pace waren andere besorgt und so konnte ich mich auf der coupierten Startrunde über meine erstaunlich guten Beine erfreuen. Bis Rennhälfte war ich sensationell unterwegs, ja sogar schneller als im Vorjahr! Leider wurde ich knapp nach Rennhälfte Opfer einer harschen Tempo Verschärfung und flog in der Rückenwindpassage aus dem Windschatten meiner 4er Gruppe.
Dies war sehr ärgerlich und so war ich von nun an auf mich alleine gestellt. Der Wind blies mir nun kräftig ins Gesicht und auch im Kopf fing es wieder an zu arbeiten und erste Ängste kamen auf, dass ich nun total einbrechen würde. Glücklicherweise konnte ich mich nochmals fangen und kam dem inzwischen aufgesplitterten Grüppchen immer näher. Auf den letzten 2 Kilometern konnte ich die Pace nochmals erhöhen und erreichte das Ziel nach gut 34 Minuten 43 Sekunden auf dem 16. Rang Overall (7. Rang M20).
Da die Strecke laut GPS etwas länger war, erreichte ich eine identische 10 Kilometer Durchgangszeit wie in Oensingen, jedoch auf einem weitaus langsameren Kurs. Die Wettkämpfe scheinen mir gut zu tun und so langsam komme ich der alten Laufform Schritt für Schritt wieder etwas näher. Nun zielt die Vorbereitung auf die ersten beiden Duathlons ab, welche im schönen Gürbe- sowie Rheintal stattfinden werden.
 

Sonntag, 26. März 2017

10 Kilometer SM Oensingen

Heute war es endlich soweit! Ich sollte endlich Gewissheit bekommen, wie es um meine Laufform stehen würde. Die sehr stark besetzte 10 Kilometer Schweizermeisterschaft in Oensingen (SO) sollte mir schonungslos aufzeigen, ob die schnellen Laufeinheiten in den letzten 3 Wochen ihre Wirkung zeigten.
Ungewohnt langsam erfolgte dann der Start um 12.15, da es zu einem kurzen Stau auf der Startschlaufe kam. Ich nahm es locker, so war der erste Kilometer nicht wie gewohnt viel zu schnell und ich hatte Zeit, den Rhythmus zu finden. Dies gelang eher weniger und die ersten 3 Kilometer waren eher ein Murks. Danach ging es ein wenig besser und ich fand eine Gruppe, welche mich auch etwas vor dem Wind schütze. Leider konnte ich die zu Beginn angeschlagene Pace nicht halten, ich fand sozusagen den 6. Gang im heutigen Wettkampf nie. Auf den letzten 3 Kilometern versuchte ich die Pace nochmals etwas zu erhöhen, was aber nur mässig gelang und schlussendlich zu einer für mich durchschnittlichen Zeit von 34 Minuten 24 Sekunden reichte.
Bereits in den Lauftrainings zeichnete sich ab, dass mir die aller letzte Tempohärte sowie Zielstrebigkeit fehlen würde, was sich auch heute widerspiegelte. Der Kopf war zu wenig frei und ich versteifte mich zu sehr darauf, meine PB verbessern zu wollen. Meine Leistung war definitiv zu schwach, wenn man bedenkt, welche Möglichkeiten ich Trainingstechnisch habe, da ich "nur" dem Studium nachgehen darf. Noch bleibt genügend Zeit um die richtige Mischung zu finden um an die Laufleistung des letzten Jahren anzuknüpfen.
 

Montag, 30. Januar 2017

Formtest am Reppischtallauf

Nach dem turbulenten Dezember mit zahlreichen Prüfungen und dem Saisonhighlight "hel van kasterlee" gefolgt vom Trainingslager in Gran Canaria gönnte ich mir ein paar Tage Erholung bis ich wieder ins Training einstieg.
 
Der coupierte Reppischtalllauf über knapp 8 Kilometer sollte die erste Standortbestimmung im neuen Jahr sein. Die schnellen Laufeinheiten konnte ich an einer Hand abzählen, was aber die Motivation für einen Start nicht mindern sollte. Leider hatte ich schon beim Einlaufen das Gefühl, heute nicht die besten Beine erwischt zu haben. Noch mehr war ich jedoch mit der Wahl der richtigen Schuhe beschäftigt, da ein Drittel der Strecke noch mit Schnee bedeckt war.
Gestartet wurde typischerweise in einem Höllentempo und ich konnte den Anschluss in der ersten kurzen Rampe halten, musste aber in der Bergab Passage die Spitzengruppe ziehen lassen. Dies war sozusagen auch gleich die Vorentscheidung, da ich nun die eher flache Passage alleine im Wind laufen musste. Nach knapp 4 Kilometer fand ich dann endlich meinen Rhythmus und konnte einige Plätze nach vorne gut machen. Nach hinten drohte keine Gefahr mehr und auch nach vorne konnte ich nichts mehr ausrichten. Somit resultierte am Schluss der 8. Rang Overall sowie einen 3. Rang in der Kategorie M20.
 
Der speed fehlt definitiv noch, jedoch bin ich mit der zweiten Rennhälfte zufrieden, da ich dort auf die Spitzenlaute nicht mehr viel Zeit verlor. Leider lässt sich die Zeit mit dem letzten Jahr eher schlecht vergleichen wegen den Bedingungen und zudem starte ich dieses Jahr auch nicht schon Ende Februar in die Saison. Es bleibt also noch genügen Zeit um die Laufform aufzubauen.
 
Die Saisonplanung steht bereits und wird in den kommenden Tagen publiziert! Vieles wird sich gleichbleiben, jedoch gibt es auch ein paar Neuerungen.