Eigentlich hätte meine Saison bereits Ende März starten sollen. Nach einer sehr guten Trainingsphase zwangen mich jedoch erneut Probleme mit der Wade zu einer Laufpause. Der Zeitpunkt hätte kaum bitterer sein können, fühlte ich mich doch in ausgezeichneter Verfassung für den Berghalbmarathon Hohe Winde sowie den Zürich Halbmarathon. In dieser Zeit plagten mich viele Selbstzweifel und meine Geduld wurde hart auf die Probe gestellt.
Dank der guten Wetterbedingungen konnte ich immerhin aufs Rad oder auf die Tourenski ausweichen und so zumindest meine Grundfitness erhalten. Dennoch war da stets der Gedanke im Hinterkopf, dass ich eigentlich Kilometer und Höhenmeter für den bevorstehenden Transvulcania Ultramarathon sammeln müsste. Die Zeit wurde knapp, weshalb ich beim Wiedereinstieg umso vorsichtiger vorging mit dem klaren Ziel, auf La Palma wieder normal trainieren zu können.
Mein Plan schien zunächst aufzugehen und auch die Form war den Umständen entsprechend ordentlich. Umso härter traf es mich dann am ersten richtigen Trainingstag auf La Palma: Plötzlich kämpfte ich auf der anderen Seite erneut mit muskulären Problemen und musste das Training abbrechen. Der Wettkampf rückte scheinbar in weite Ferne und für mich brach erneut eine Welt zusammen. Glücklicherweise stellte sich die Situation als weniger schlimm heraus als zunächst befürchtet. Die Wade erholte sich rasch und ich konnte doch noch einige schöne Läufe auf der Strecke absolvieren.
Deshalb blicke ich inzwischen wieder etwas zuversichtlicher nach vorne und hoffe, es am Samstagmorgen um 6.00 Uhr an die Startlinie zu schaffen. Ob es am Ende auch bis ins Ziel reicht, wird sich zeigen. Trotz aller Unsicherheiten ist die Vorfreude riesig. Ich werde wie immer alles geben. Vamos.


