Dienstag, 15. September 2026

Arosa Trailrun

Bereits zum vierten Mal nahm ich am Arosa Trail über die 22-Kilometer-Distanz teil. Als Sieger der beiden Vorjahre war mein Ziel klar: Ein weiterer Sieg auf einer meiner Lieblingsstrecken sollte her. Für starke Konkurrenz war jedoch gesorgt und so erwartete ich einen engen Kampf um die Podestplätze.

 


Der Spätsommer zeigte sich erneut von seiner besten Seite und die Bedingungen hätten am Renntag kaum besser sein können. Bereits beim Start um 9.00 Uhr waren die Temperaturen angenehm warm. Von Beginn an schlug Marco Wildhaber eine hohe Pace an und ich versuchte, ihm zu folgen. Leider musste ich ihn früher als erwartet ziehen lassen und bereits beim Seilpark ging eine erste Lücke auf. Meine Beine fühlten sich nicht so gut an wie in den vergangenen Wochen. Deshalb versuchte ich, ruhig zu bleiben und meinen eigenen Rhythmus zu finden. Die Pace schien dennoch hoch zu sein, denn auch hinter mir öffnete sich eine kleine Lücke zum Verfolgerfeld.

Den Sichtkontakt zu Marco konnte ich weiterhin halten, was mir half, das Tempo hochzuhalten. Dennoch musste ich mir an diesem Tag jeden Meter hinauf zum Bergpreis auf dem Weisshorn hart erarbeiten. Lockerlassen lag nicht drin, denn mein Vorsprung auf die Verfolger betrug weiterhin weniger als eine Minute. Ein kurzer Blick auf die Uhr auf dem Weisshorn zeigte mir jedoch, dass ich trotz des mässigen Laufgefühls schnell unterwegs war.

Es galt, keine Zeit zu verlieren und so stürzte ich mich direkt in den ersten Downhill. Den anschliessenden Gegenanstieg zum Hörnli konnte ich sauber durchlaufen. Ein Blick zurück zeigte mir, dass der Abstand nach hinten mittlerweile beruhigend gross geworden war.

Es folgten noch ein steiler Gegenanstieg sowie der langgezogene Rückweg nach Arosa. Mein Magen machte sich besonders in den Downhillpassagen immer wieder bemerkbar und zwang mich dazu, mich etwas zurückzuhalten. Knapp zwei Kilometer vor dem Ziel realisierte ich dann, dass erneut eine Zeit unter zwei Stunden möglich war. Einen Kilometer vor der Ziellinie wurde mir sogar klar, dass eine neue persönliche Bestzeit drinliegen könnte. Also zog ich nochmals durch und unterbot meine bisherige Bestzeit aus dem Jahr 2020 um mehr als zwei Minuten.

Das kam für mich doch etwas überraschend, denn während des gesamten Rennens fühlte ich mich nie wirklich top. Umso erfreulicher ist die Erkenntnis: Die Form scheint definitiv zu stimmen.


 

Rangliste