Samstag, 13. August 2022

Tagessieg am Wägitalerseelauf

Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, als ich vor ca. 15 Jahren das erste Mal am Wägitalerseelauf teilnahm. Es war einer meiner ersten Läufe und ich habe im Vorfeld die Runde extra einmal zusammen mit meinem Vater abgelaufen (er hat die Zeit gestoppt), um zu sehen, ob ich die Distanz überhaupt schaffen würde. Zu dieser Zeit war ich auf den Skis unterwegs und bin nur sporadisch im Sommertraining gejoggt. In der Zwischenzeit habe ich den Lauf mehrmals bestritten und auch schon auf dem Podest beenden dürfen. Meine persönliche Bestzeit konnte ich von 55 Minuten auf 45 Minuten senken.

Da ich in diesem Jahr für einmal um diese Zeit nicht im Trainingslager unterwegs war, liess ich mir die Chance auf einen weiteren Start bei perfekten Bedingungen nicht nehmen. Da die Vorbereitung auf die Langdistanz WM anfangs September Priorität geniesst, schob ich am Morgen vor dem Lauf noch eine Radeinheit ein. Bis zum Start um 19.15 Uhr sollte noch genügend Zeit zum Erholen bleiben. Vom schlechten Gefühl beim Einlaufen liess ich mich ebenfalls nicht abschrecken und freute mich auf die bevorstehende Aufgabe bei toller Abendstimmung.

Mein Plan war mich auf den ersten zwei Kilometern zurückzuhalten und mich im Windschatten der anderen Läufer zu verstecken, da starker Gegenwind herrschte. Leider wollte niemand wirklich die Führung übernehmen und so sorgte ich selbst für ein zügiges Tempo, ohne mich bereits auf dem ersten Kilometer abzuschiessen. Bereits bei Kilometer zwei forcierte ich das Tempo weiter und konnte tatsächlich bereits schon eine kleine Lücke reissen. Fortan war ich alleine unterwegs und darum bemüht, dass Tempo konstant hoch zu halten. Gerade der Mittelteil mit dem ständigen Auf & Ab beschäftigte mich im Vorfeld. Die Lücke wurde glücklicherweise immer etwas grösser und ich konnte die Pace auch alleine hoch halten. Mein grösster Gegner war fortan der Wind, welcher immer von vorne kam und mich dazu verleitete, nicht locker zu lassen. Bei Kilometer 11 war ich mir dann sicher, dass mit der Tagessieg heute nicht mehr zu nehmen sein wird und so konnte ich die letzten Meter nochmals geniessen. 


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