Samstag, 18. Mai 2024

Kreuzegg Classic

Der Bergmarathon an der Kreuzegg Classic von Bütschwil auf das Älpli gehört ebenfalls in die Kategorie Wettkämpfe, welche ich gerne einmal bestreiten möchte. Diese Saison passte dann der Halbmarathon mit seinen fast 1000 Höhenmeter perfekt in meine Planung.

Die Startliste füllte sich kurz vor dem Wettkampftag immer mehr und es bahnte sich ein sehr starkes Starterfeld bei den Herren an. Gerade dieser Umstand machte mich nervös, da ich mich eher mässig von den vielen Trainingsstunden über die Auffahrtstage erholte. Ich erwartete eine sehr schnelle Strecke mit ohne technische Passagen und entschied mich daher für einen schnellen Strassenschuh, was ich noch bereuen sollte. Das Streckenprofil war auf den ersten Blick simpel: Flache, schnelle 10 Kilometer zum Einrollen und dann die Höhenmeter hoch zum Ziel. In der Praxis sah es jedoch anders aus. 

Bereits nach dem schnellen Auftaktkilometer durch Bütschwil folgte eine giftige Rampe mit einem schönen Singletrail Downhill. Danach ging es wellig weiter und der Untergrund wechselte von Kilometer zu Kilometer. So wurde nichts aus meinem Plan, möglichst ökologisch an die Steigung zu gelangen und dort meine Stärke am Berg auszuspielen. Ich konnte bis ca. Kilometer 5 den Kontakt zur Spitze um Wildhaber und Richle halten. Die gleichzeitig gestarteten 10 Kilometer Läufer sorgten ebenfalls dafür, dass wir flott unterwegs waren. Irgendwann wurde mir dann das Tempo zu hoch bzw. die Distanz zum Ziel schien noch weit und so nahm ich etwas raus. Gemeinsam mit Denzler, Bader, Adami und Zehnder bildeten wir nun die Verfolgergruppe. Bei Kilometer 8 schloss dann auch noch Sprenger zu uns auf. 

Als endlich die erste Steile Rampe folgte, konnte ich mich sogleich mit Sprenger absetzen. Leider konnte ich ihm nicht lange folgen und auch nach hinten ging die Lücke nicht genügend weit auf. Wenig später lief auch wieder Adami an meiner Seite. Immer wieder konnte ich mich ein wenig von ihm lösen und auch Wildhaber tauchte vor mir im Blickfeld wieder auf. Die Hitze setzte mir nun immer mehr zu und tatsächlich wurde nun ich von Adami stehen gelassen. Es kam jedoch noch dicker und Zehnder schloss innert kürzester Zeit die Lücke zu mir und ich rutschte nochmals einen Rang nach hinten. 

Wir waren bereits bei Kilometer 18, als eine weitere sehr steile Rampe folgte. Im Stechschritt kam ich tatsächlich nochmals an Adami heran und im folgenden kurzen Singletrail ging die Lücke auf. Während des kurzen Downhills erschien vor mir eine weitere steile Rampe und das Ziel schien noch immer in weiter Ferne zu liegen. Plötzlich fühlte ich mich wieder besser. Tatsächlich konnte ich nochmals zu Zehnder aufschliessen und kam wenig später mit einem komfortablen Vorsprung auf dem höchsten Punkt an. Mit einem kontrollierten Downhill sicherte ich mir den hartumkämpften 4. Rang (3. Rang Kategorie) an meiner ersten Teilnahme an der Kreuzegg Classic.

Rangliste