Sonntag, 14. Juni 2026

Pilatus Trail

Nach der Zugerberg Classic ging es endlich wieder aufwärts. So absolvierte ich ein sehr gutes verlängertes Trainingswochenende und auch unter der Woche wurde ich endlich wieder gesund und fühlte mich in den schnellen Einheiten wieder stark. Dadurch konnte ich etwas Selbstvertrauen für den Pilatus Trail am Samstag sammeln. Es sollte mein erster Start an diesem Wettkampf über 8,5 Kilometer und 930 Höhenmeter werden.

Der Sommer meldete sich ebenfalls zurück und beim Start um 9.40 Uhr war es bereits warm. Da ich mich gut fühlte, setzte ich mich gleich an die Spitze und sorgte für ein hohes Tempo. Der erste Kilometer verlief auf einer schmalen Asphaltstrasse, die stetig steiler wurde. Die Spitze war dicht beisammen und als es erstmals in den Wald ging, übernahmen zwei andere Läufer das Tempodiktat. Das Tempo war enorm und als die erste kurze flachere Passage folgte, musste ich bereits eine Lücke entstehen lassen. Die ersten drei Läufer zogen leicht davon und auch im technischen, steilen Uphill konnte ich den Rückstand nicht mehr schliessen. Nicht nur der Tagessieg schien ausser Reichweite zu sein, sondern auch ein Podestplatz.

Den Blickkontakt zu Rang 3 konnte ich jedoch halten und somit gab ich mich noch nicht geschlagen. Gerade in den sehr steilen Abschnitten schien ich aufzuholen. In den flacheren Passagen büsste ich jedoch immer wieder einige Sekunden ein. Bei Rennhälfte war es dann endlich so weit und ich kam tatsächlich nochmals an den Drittplatzierten heran. Ich zog sofort vorbei, konnte mich jedoch nicht entscheidend absetzen. Die steilsten Passagen waren nun vorbei und die Strecke führte in einem stetigen Auf und Ab weiter. Der Kurs war sehr abwechslungsreich und der Trailanteil hoch. Ich versuchte, so gut es ging, die beste Linie über die Wurzeln zu finden und die Lücke nach hinten zu vergrössern. Mein Konkurrent zeigte sich jedoch hartnäckig und kam mir immer wieder gefährlich nahe.

Es folgte ein weiterer kurzer Downhill und ich liess es nochmals ordentlich laufen. Beim Verlassen des Waldes sah ich dann plötzlich den zweitplatzierten Athleten wieder vor mir. Da es nun nochmals kräftig hinauf in Richtung Ziellinie ging, war ich mir sicher, dass ich den Podestplatz nicht mehr aus der Hand geben würde.

Der zeitliche Abstand auf Rang 2 war am Ende grösser, als es unterwegs den Anschein gemacht hatte. Ein Blick auf die Uhr zeigte mir jedoch, dass mit einem starken Schlussspurt sogar eine Zeit unter 50 Minuten möglich sein müsste. Also zog ich nochmals durch und durfte mich am Ende über Rang 3 freuen.

Ein weiterer Schritt in die richtige Richtung. Es bleiben noch drei Wochen, um für den Stoos Trail bereit zu sein.

 Rangliste